Leitbörsen in Fernost schließen im negativen Terrain
- Drittgrößter Verlust des Jahres in Tokio
- Hongkong beendet auf Zehn-Monats-Tief
Die Leitbörsen in Fernost haben einheitlich mit deutlichen Verlusten tendiert. In Tokio beendete der Nikkei-225 Index die Sitzung mit 9.591,03 Zählern und einem Abschlag von 338,88 Punkten oder 3,41 Prozent. Der Hang Seng Index in Hongkong verschlechterte sich um 111,66 Zähler (minus 1,13 Prozent) auf 9.773,12 Einheiten.
Starke Rückgänge verbuchten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der Straits Times Industrial Index schloss bei 1.494,68 Zählern und einem Minus von 21,73 Punkten oder 1,43 Prozent. Der All Ordinaries Index verlor 49,5 Zähler oder 1,66 Prozent auf 2.941,1 Einheiten.
Nikkei mit großem Verlust
In Tokio erlitt der Nikkei-225 Index zum Wochenschluss den drittgrößten Verlust in diesem Jahr. Marktteilnehmer siedeln für das Börsenbarometer die nächste fragile Unterstützung bei 9.500 Punkten an. Versicherer und Banken gerieten im Handelsverlauf zunehmend unter Druck. Vor allem ausländische Fonds wurden auf der Verkäuferseite gesichtet. Die Unsicherheit über die Entwicklung an den US-Börsen lasse viele heimische Anleger weiterhin zurückhaltend agieren, hieß es. Auch die Erholung des Dollar habe nicht vermocht, die japanischen Exportwerte zu stützen, hieß es weiter.
Sydney schwach
In Sydney hat die Börse im Gefolge der schwachen Vorgaben der Nasdaq ebenfalls sehr schwach geschlossen. Die Volatilität an der Wall Street fange an, die Investoren zu nerven, hieß es im Handel. Die Verluste zogen sich durch alle Bereiche der Blue Chips. Lediglich defensive Titel der Sektoren Energie und Versorger konnten sich gut behaupten. Australische Anleger versuchten die Vorgänge an den US-Börsen zu verstehen, zeigten sich aber weniger anfällig für deren extreme Kurssprünge. Bankentitel, News Corp und Telstra zählten zu größten Verlierern.
Hongkong unter 10.000
In Hongkong schloss das Börsenbarometer erneut unter der Marke von 10.000 Stellen und auf einem Zehn-Monats-Tief. Die extreme Volatilität an den internationalen Börsen habe das Sentiment getrübt und auf breiter Basis Verkäufe ausgelöst, berichtete ein Händler. Zusätzlich verunsichert hätten Pläne der Hong Kong Exchanges & Clearing für ein Delisting der so genannten "Penny Stocks", deren Kurse daraufhin deutlich nachgaben.
Singapur auf Jahrestiefststand
In Singapur fiel der Straits-Times-Index auf den tiefsten Stand des Jahres. Verluste bei Blue Chips und Technologiewerten hätten den Index zum ersten Mal seit Dezember 2001 unter die Marke von 1.500 gedrückt, hieß es im Handel. Als Grund wurde der schwache Schluss an der Nasdaq am Vortag und der trübe Sektorausblick des größten Auftragschipherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing angeführt.
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