Arbeitskosten-Ranking : Österreich auf Platz 11
- Lohnstückkosten sinken in Relation zu Handelspartnern
- Durchschnittliche Arbeitsstunde kostet 20,31 Euro
Österreich liegt in einem internationalen Lohnkosten-Ranking an der 11. Stelle. Die höchsten Arbeitskosten haben die Norweger, vor Deutschland und der Schweiz, wo der Faktor Arbeit fast ein Viertel teurer ist als in Österreich. Hierzulande stieg der Lohnnebenkostensatz trotz eines niedrigeren Arbeitgeberbetrages um 0,8 Prozent auf 90,7 Prozent. Die Lohnstückkosten für Sachgüter sanken seit Anfang der neunziger Jahre in Relation zu Österreichs Handelspartnern um gut 10 Prozent.
Wie aus dem Wifo-Monatsbericht September weiter hervor geht, betrugen 2001 die durchschnittlichen Kosten für eine Arbeitsstunde in der Sachgütererzeugung 20,31 Euro - 4 Prozent über dem EU-Schnitt. Der Betrag setzte sich aus 10,65 Euro Leistungslohn und 9,66 Euro Lohnnebenkosten (90,7 Prozent) zusammen. Auch in den USA, Japan und den skandinavischen Ländern kostete eine Arbeitsstunde mehr als in Österreich.
Österreich weist auf Grund des großen Anteils an steuerbegünstigten Sonderzahlungen (13. und 14. Monatsbezug) beim Monatseinkommen hohe Lohnnebenkostensätze aus. Rechnet man diese Sonderzahlungen jedoch als fixe Entlohnungsbestandteile in den Leistungslohn ein, so beträgt der Lohnnebenkostensatz in der Sachgüterproduktion lediglich noch 63,2 Prozent.
Die relativen Lohnstückkosten sanken in Österreich seit Mitte der neunziger Jahre in einheitlicher Währung gegenüber dem Durchschnitt der Handelspartner um rund 2,5 Prozent pro Jahr, nachdem in den Jahren zuvor ein Anstieg zu verzeichnen war. Insgesamt verbesserte sich die relative Lohnstückkostenposition von Österreichs Sachgütererzeugung seit Anfang der neunziger Jahre um gut 10 Prozent.
Als Gründe für die verbesserte Lohnstückkostenposition nannte das Wifo günstigere Währungsrelationen und einen niedrigeren Lohnauftrieb bei anhaltend hohen Produktivitätszuwächsen seit Mitte der neunziger Jahre.
Im Jahr 2001 verteuerten sich die Kosten für eine Arbeitsstunde um 3,5 Prozent, was das Wifo auf ein abgeschwächtes Produktivitätswachstum von 1,3 Prozent (2000: plus 7,3 Prozent) zurückführte. Durch den schwächeren Produktivitätszuwachs haben sich die Lohnstückkosten in der österreichischen Sachgütererzeugung um 2,1 Prozent erhöht.
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