Dollar-Erholung drückt Euro unter die Parität
- Händler sehen eine natürliche Kurskorrektur

Der Euro ist am Dienstag in Fernost erstmals seit rund einer Woche wieder unter die Parität zum Dollar gerutscht. Händler sahen in der überraschenden Erholung der US-Währung trotz des erneuten Kurssturzes an der Wall Street eine natürliche Kurskorrektur nach dem Abrutschen des Dollars. Angesichts der schwächeren Aktienmärkte auch in Europa würden Anleger zudem beim Euro Gewinne mitnehmen, sagten Händler.
Der Euro fiel zeitweise bis auf 0,9958 Dollar, nachdem er im US-Handel am Vorabend noch knapp 1,01 Dollar gekostet hatte. In der Vorwoche hatte die Gemeinschaftswährung erstmals seit rund zweieinhalb Jahren die Parität zum Dollar erreicht. Der Dollar zog auch zur japanischen Währung auf Kurse über 117 Yen an. Der Euro verbilligte sich indes auch zum Yen und kostete noch rund 116,90 Yen.
Händler äußerten sich uneinheitlich zur vergleichsweise robusten Entwicklung des Dollar. Während einige in der Erholung des Dollarkurses erste Anzeichen für eine Trendwende sahen, blieben andere skeptisch. "Der Dollar ist in den vergangenen Tagen trotz der Verluste an den Aktienmärkten nicht gefallen. Ich persönlich habe den Eindruck, dass der Kursverfall des Dollar zu Ende sein könnte", sagte ein Händler in Tokio. Ein anderer Händler verwies auf die Devisenentwicklung nach dem Kurssturz an den Aktienmärkten im Jahr 1987. Der Dollar habe sich damals auch kurz erholt und verlor dann wieder.
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