Freitag, 26. Juli 2002

Daum kassiert bei Austria drei Millionen Euro im Jahr

  • Startrainer garantiert in NEWS das Erreichen der CL
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Nach Angaben eines deutschen Online-Anbieters kassiert Christoph Daum für seine Tätigkeit als Trainer des Fußball-T-Mobile-Bundesligisten Austria Wien eine Rekordgage. Als Jahresgehalt soll eine Summe von drei Millionen Euro vereinbart worden sein, wie "Focus Online" aus der Umgebung des Austria-Hauptsponsors Frank Stronach erfahren haben will. Der Vertrag zwischen dem Milliardär und Daum läuft drei Jahre.

Für heimische Verhältnisse ist diese Gage exorbitant. Daums Vorgänger Walter Schachner soll "nur" 400.000 Euro pro Jahr vertraglich vereinbart gehabt haben.

Daum in NEWS
In einer Blitzaktion haben die Veilchen den deutschen Kult-Trainer verpflichtet. Und sorgen damit in Europa für Furore. Im NEWS-Interview präsentiert der Trainerstar seine Pläne. Und garantiert das Erreichen der Champions League.

Handschlag
Es war ein Handschlag, der mit einem Schlag die ansonsten grau-triste Fußballszene Österreichs verändert hat und sogar international für Furore sorgte: Christoph Daum, 48-jähriger Startrainer aus Deutschland mit Kultstatus, ist seit Freitag vergangener Woche neuer Trainer von Austria Wien. Ein Supercoup, den noch vor Wochenfrist jeder Fußballexperte ins Reich der Märchen verwiesen hätte.

Schoko musste gehen
In einer noch nie da gewesenen Blitzaktion hat sich Austria-Sportdirektor Peter Svetits einen der wahrscheinlich fünf besten Fußballlehrer Europas geangelt und dafür Walter Schachner über die Klinge springen lassen, der erst im Juni sein Amt angetreten und die bunt zusammengewürfelte Multikulti-Truppe überlegen an die Spitze der österreichischen Liga und in die 2. Runde des UEFA-Cups geführt hatte.

Provinz-Manko
Fakt ist aber auch: In Wahrheit stand der Steirer – trotz des Erfolgs – schon seit Wochen auf der Abschussliste. Denn für die künftigen sportlichen Ziele der Austria war sein Profil einfach zu provinziell. Mit Christoph Daum hält dagegen die große weite Fußballwelt Einzug im Favoritner Horr-Stadion.
Denn Austria-Mäzen und Magna-Magnat Frank Stronach will sich ab sofort nicht mehr mit sportlichen Peanuts zufrieden geben. Er träumt von einem Spitzenklub europäischen Zuschnitts, der sich regelmäßig mit Real Madrid, Manchester United oder Bayern München in der Champions League duelliert. Und da war ihm der beste Trainer auf dem Markt gerade gut genug. Auch die Chemie zwischen Stronach und Daum stimmte vom ersten Augenblick an.

Das Kicker-Duett
Auf der einen Seite der Milliardär, der den österreichischen Fußball aus dem Dornröschenschlaf wecken will. Koste es, was es wolle: „In Österreich war man in der Vergangenheit schon damit zufrieden, wenn man zwei, drei Europacuprunden überstanden hat. Das ist mir zu wenig. Ich will mit der Austria über kurz oder lang die Champions League gewinnen Und ich bin bereit, dafür sehr viel Geld auszugeben.“

Ein Fußballbesessener
Auf der anderen Seite der manische Erfolgsmensch Christoph Daum, der bei allen seinen bisherigen Trainerstationen bewiesen hat, dass er aus kleinen Anfängen ganz Großes aufbauen kann. Und der ein Fußballbesessener im besten Sinn des Wortes ist. Ein Motivator wie kaum ein anderer. Daum-Kenner Toni Polster: „Er ist ein harter Arbeiter, ein Selfmade-Trainer, der weder sich noch seine Spieler oder den Gegner schont.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS. Außerdem:

* Das erste große Interview mit Christoph Daum

* Angelika Camm: „Christoph ist vom Job besessen“

* Die Koksaffäre: War es ein gezieltes Komplott?

26.7.2002 09:49