Donnerstag, 25. Juli 2002

Alarmstufe "Rot" im Happel-Stadion bei Pasching-Match

  • Stadionverbot für sieben Randalierer
  • Plus: Die restlichen Partien der 4. Bundesliga-Runde

Das hat Rapid noch gefehlt. Nach dem Abbruch-Skandal beim Freundschaftsspiel gegen Arsenal in Eisenstadt wurde für das heutige Bundesligaspiel gegen Pasching im Happel-Stadion (19.30) Alarmstufe "Rot" ausgegeben. 175 zusätzliche Sicherheitskräfte sollen für einen geregelten Ablauf sorgen. Den Rapid-Verantwortlichen ist es bereits gelungen sieben Übeltäter auszuforschen. Diese Randalierer wurden bereits mit einem Stadionverbot belegt. Die weiteren Spiele: SV Wüstenrot Salzburg - FK Austria Memphis Magna (19.00) und SV Josko Ried - Admira/Wacker Mödling (19.30). Auf NEWS-Networld sind Sie bei allen drei Spielen LIVE dabei!

Die Ursachen für den Skandal liegen noch im Unklaren. Allerdings machen die wüstesten Gerüchte die Runde:
* Diverse "Fangruppen" hätten ihre Streitigkeiten handgreiflich ausgetragen. Ein Grund: Das Ende der "Ultras" sollte damit erzwungen werden.
* Ein zweites Gerücht besagt, dass es sich um eine gezielte Aktion gegen Rapid-Präsident Edlinger gehandelt haben soll. Der Ex-Finanzminister wurde in Eisenstadt auch wüst beschimpft: "Rote Sau, du hast den Verein ruiniert!"

Wie auch immer, beim Match gegen Pasching werden die Hauptakteure schon beim Stadion-Eingang von Beamten mit Insider-Kenntnissen abgefangen. Rapid-Pressesprecher Peter Klinglmüller geht auch davon aus, dass in den nächsten Tagen noch weitere Namen in die "schwarze Liste" aufgenommen werden.

"Wir setzen diese Schritte nicht nur als Strafe für die Aktionen in Eisenstadt, sondern auch um unsere zum überwältigenden Teil friedlichen Anhänger vor diesen Personen zu schützen", erklärte Präsident Rudolf Edlinger. Das Stadion-Verbot gilt für die gesamte laufende Saison und wird aller Voraussicht nach von der Bundesliga auf ganz Österreich ausgeweitet. "Wenn das von Rapid beantragt wird, ist es praktisch nur noch ein formeller Akt", erklärte Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher.

Stadionverbot gilt bundesweit
Die Sicherheitskommission der Bundesliga wird dem Rapid-Antrag auf eine Ausweitung dieses Stadionverbots auf alle Stadien Rechnung tragen und in Zusammenarbeit mit allen Klubs das Stadionverbot für diese sieben Personen in ganz Österreich exekutieren.

Die Kicker schweigen
Rapids Kicker wurden zu den Vorfällen mit einem Redeverbot belegt. Trainer Hickersberger: "Sie sollen sich lieber mehr auf Pasching konzentrieren."

25.7.2002 12:59