Montag, 22. Juli 2002

Tiroler Spieler klagen Ex-Tirol-Präsident Bruckmüller

  • 14 Ex-Kicker wollen eine Million Euro Schadenersatz

Die Spieler des am Konkurs zerbrochenen Ex-Erstligavereins und Meisters FC Tirol haben sich laut dem Bericht einer österreichischen Tageszeitung zu einer Klage entschlossen. Am vergangenen Sonntag kamen 14 Ex-FC-Tirol-Kicker mit ihrem Anwalt Fritz Gatscha zusammen und entschieden, Klage auf Schadenersatz gegen Expräsident Othmar Bruckmüller (über eine Million Euro), dessen Vorgänger Martin Kerscher, den Manager Robert Hochstaffl und den langjährigen Rechtsreferenten des Vereins, Hansjörg Mader (100.000 Euro) einzubringen.

Nicht im Kreis jener 14 sind Marasek, Barisic, Kirchler und Glieder, die von einem Innsbrucker Anwalt vertreten werden. Abgesehen vom Schadenersatz, begehren Hörtnagl, Scharrer, Kogler und Co. vom Gericht, die Haftung Bruckmüllers für die (Lohn-)Steuer im In- und Ausland festzustellen. Über die in Deutschland situierte Firma "Global" von Manager Hochstaffl wurden die Kicker eine Zeit lang unter dem Titel "Entgelt für die Abtretung der Persönlichkeitsrechte" bezahlt. Das Finanzamt neigt eher der Meinung zu, es handle sich dabei um Zahlungen, die Bestandteil des Gehalts und daher normal lohnsteuerpflichtig und vom Verein als Arbeitgeber zu entrichten seien.

Offene Gehälter
Die von Bruckmüller begehrte Euro-Million summiert sich aus den bis Oktober offenen Gehältern; die Spieler behielten sich laut Anwalt Gatscha im Klagsbegehren ausdrücklich die Ausdehnung der Klagssumme vor.

Bruckmüller hüllt sich in Schweigen
Bruckmüller war vorerst noch zu keinem Kommentar dazu bereit. "Es wird der Tag kommen, da werde ich an die Öffentlichkeit gehen und die wahren Schuldigen offenbaren. Bis dahin sage ich nichts", meinte der Ex-Präsident.

22.7.2002 11:52