Salzburg 2010 für IOC-Vorauswahl optimistisch
- Drei bis fünf offizielle Kandidaten für die Winterspiele 2010

Das Salzburger Bewerbungskomitee für die Olympischen Winterspiele 2010 bekommt am Mittwoch vom IOC in Lausanne ein erstes Zeugnis für seine bisherige Arbeit ausgestellt. Das Exekutiv-Komitee bewertet die Unterlagen der acht ins Rennen gegangenen Städte und kürt die Besten zu offiziellen "candidate cities".
Salzburg ist höchst zuversichtlich, dass es zum Kreis dieser Kandidaten - es werden wohl zwischen drei und fünf sein - zählen wird. "Wir wissen, dass die Bewerbung Salzburgs gut im Rennen liegt. Daher sehen wir dieser Entscheidung auch mit gesundem Selbstvertrauen entgegen. Wir haben jedenfalls alles versucht, um die geforderten Standards und Kriterien zu erfüllen", erklärte Egon Winkler, der Generaldirektor der Bewerbung.
Die Rivalen
Die Bewerber - "Rivalen" Salzburgs sind Andorra La Vella (Andorra), Bern (Schweiz), Harbin (China), Jaca (Spanien), Pyeongchang (Südkorea), Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) und Vancouver (Kanada) - haben bis Ende Mai ihre Dokumente vorgelegt. Diese wurden von einer Arbeitsgruppe genau geprüft und deren Bericht ist Grundlage für die Entscheidung des Exekutivkomitees.
Entscheidung am 2. Juli 2003
Für die offiziellen Kandidaten geht die harte Arbeit weiter, bis 10. Jänner 2003 muss das zweite, ausführlichere Bewerbungsdokument mit allen Detailplanungen abgegeben werden. Vermutlich im Februar besucht eine Evaluierungskommission des IOC die Kandidaten, ehe am 2. Juli 2003 die Vollversammlung des IOC in Prag über den Ausrichter der Winterspiele entscheidet.
"The Sound of Winter Sports"
Dr. Winkler, der ehemalige Leiter der Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich, ist optimistisch, dass für Salzburg viele "Funken zur Flamme" werden und das Olympische Feuer 2010 in Salzburg sowie den Partnergemeinden Kitzbühel, Schönau/Königssee und in der Sportwelt Amade brennt. "Wir glauben, dass unsere Argumente, die vor allem auf die drei Olympischen Säulen Sport, Kultur und Umwelt ausgerichtet sind, auch für das IOC schlüssig sind", sagte Winkler. Mit dem Salzburger Slogan "The Sound of Winter Sports" werde diese Kompetenz treffend umschrieben.
Spende statt Feuerwerk
Die für den frühen Mittwoch-Nachmittag erwartete Entscheidung (Medien-Briefings des IOC gibt es um 13.30 bzw. 18.30 Uhr) sollte bei positivem Ausgang in der Mozartstadt auch entsprechend gefeiert werden. Doch angesichts der Hochwasserkatastrophe, die auch Salzburg betroffen hat, wird diese Feier nun möglichst klein gehalten. So wird auf das geplante Feuerwerk verzichtet und statt dessen das dafür vorgesehene Geld der Aktion "Sportler für Menschen" der Zeitung "Sportwoche" gespendet.
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