Regierung von Gibraltar hält an Referendum fest
- London und Madrid haben bereits Widerstand angekündigt

Die Regierung von Gibraltar hält an einem eigenen Referendum über den künftigen Status der britischen Exklave fest. Die Regierung in London habe nicht die Macht, die Abstimmung zu verhindern, sagte Regierungschef Peter Caruana am Freitag dem spanischen Hörfunk-Sender Cadena Ser. Mit dem Referendum sollen die etwa 30.000 Bewohner Gibraltars selbst entscheiden, ob sie für eine geteilte Souveränität oder für eine rein spanische Herrschaft sind.
London und Madrid hatten die Pläne für das Referendum am Tag zuvor bereits abgelehnt. "Wir erkennen kein Referendum an, das nur organisiert wird, um die Politik der Regierung ihrer Majestät ohne jegliches Nachdenken abzulehnen", teilte das Außenministerium in London mit. Die spanische Außenministerin Ana Palacio betonte, die geplante Abstimmung in Gibraltar werde keine Gültigkeit haben.
Spanien und Großbritannien hatten sich Mitte Juli grundsätzlich auf eine geteilte Souveränität über die ehemalige britische Kolonie geeinigt. Uneinigkeit besteht jedoch noch in der Frage der Kontrolle über die britische Militärbasis und darüber, ob die geteilte Herrschaft für immer gelten soll.
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