Donnerstag, 25. Juli 2002

25. 7. 2000: Concorde-Crash bei Paris

  • Ursache: Metall-Stück riss Reifen auf, Vibration riss Tank auf

Der Concorde-Crash bei Paris - das Drama ist unvergessen, die Bilder des Infernos haben die Welt geschockt: Die Katastrophe geschah am 25. Juli 2000 kurz nach 16.40 Uhr. Da war die Air-France-Maschine gerade erst vom Flughafen Charles de Gaulle in Richtung New York gestartet. Die Bilanz: 113 Tote, Startverbot für alle Concorde-Jets - und drastische Verbesserungen an den Maschinen.

Als Ursache wurde zunächst ein Triebwerksfehler vermutet. Später stellt sich heraus, dass ein auf der Startpiste liegendes Metall-Stück das Unglück ausgelöst hat. Ein Reifen der Concorde platzte, als der Jet über das Metall-Stück raste. Gummiteile, die herum flogen, verursachten eine "Schockwelle" in der linken Tragfläche. Wegen dieser Vibrationen riss der Tank innen auf, das Kerosin entzündete sich...

Das Flugzeug war Anfang November 2001 wieder in Dienst gestellt worden. Während sich Air France vorsichtiger äußerte, bezeichnete British Airways in London die Auslastung als zufrieden stellend.

Nur diese beiden Fluggesellschaften verfügen über Concorde-Maschinen, die mit doppelter Schallgeschwindigkeit von Paris beziehungsweise London in weniger als vier Stunden nach New York jagen. "Wir haben viele alte Kunden wiedergewinnen können. Die Flüge sind zu rund 70 Prozent ausgelastet", sagte ein Sprecher von British Airways.

Die Wiederaufnahme der Flüge fiel mitten in eine schwere Luftfahrtkrise. Die Flugangst vieler Reisender nach den Terroranschlägen vom 11. September machte beiden Gesellschaften zu schaffen. "Die Zahl der amerikanischen Passagiere ist deutlich zurückgegangen", räumte ein Air-France-Sprecher ein. Die Monate Jänner und Februar 2002 seien schwierig gewesen, auch Juli und August ließen sich problematisch an. Im Juni 2002 habe die Auslastung bei 60 Prozent gelegen.

25.7.2002 08:53