Montag, 22. Juli 2002

Wintereinbruch: Katastrophenalarm in Südafrika

  • Tausende Häuser zerstört - 300 sitzen im Schnee fest
  • Plus: Die Bilder vom Schneechaos!

Die von einem Schneechaos betroffene Region im Südosten Südafrikas ist von den Behörden am Montag zum Katastrophengebiet erklärt worden. Seit dem Wintereinbruch sind 22 Erfrorene zu beklagen. Nach einer ersten Schätzung sind durch die Schneemassen mindestens 50 Geschäfte, mehr als 100 Bauernhäuser und mehr als 3.000 Hütten in den Armensiedlungen zerstört worden. Hunderte Menschen sind nach wie vor eingeschneit.

In der Ski-Station Tiffendell saßen am Montag weiter 300 Menschen fest, darunter mehrere Schulklassen. Die Piste dorthin blieb weiter gesperrt. Die Eingeschlossenen verfügen aber über ausreichend Nahrung und Stromgeneratoren. Am Sani-Pass, nahe der Grenze zum Gebirgs-Königreich Lesotho, wurden am Montag 31 Urlauber aus einem eingeschneiten Feriendorf befreit. Auch ein ein 17 Monate altes Baby war darunter.

In der tagelang von der Außenwelt abgeschnittene Stadt Elliott standen am Montag die ersten zwölf Plünderer vor Gericht. Sie waren erwischt worden, als sie in zerstörte Geschäfte eingedrungen waren und Waren gestohlen hatten. Strom- und Telefonleitungen waren weiter unterbrochen. Zwei vor der Küste gestrandete Schiffe lagen noch fest - die Wetterbedingungen erlaubten es noch nicht, sie freizuschleppen. In der südlichen Hemisphäre herrscht zur Zeit Winter.

22.7.2002 22:34