Krieg in Belfast: Junger Katholik erschossen
- BBC: Schlimmste Zusammenstöße seit Monaten

Bei Straßenunruhen in der nordirischen Hauptstadt Belfast ist in den frühen Morgenstunden ein junger Katholik erschossen worden. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, war zuvor in dem Krisenviertel Ardoyne ein Protestant durch Schüsse verletzt worden. Die BBC nannte die Auseinandersetzungen die "schlimmsten" seit einigen Monaten.
Durch den Tod des etwa 20-jährigen Mannes dürfte es nach Ansicht von Beobachtern noch schwieriger werden, den gegenwärtigen Zyklus der Gewalt in Nordirland zu beenden.
Auch im Norden von Belfast kam es in der Nacht wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken. Protestanten bewarfen anrückende Rettungswagen mit Steinen, zwei Helfer wurden verletzt. Außerdem warfen sie Brandbomben und Steine auf Wohnhäuser von Katholiken. Ein Protestant wurde festgenommen. Die der Untergrundorganisation IRA nahe stehende Partei Sinn Fein kritisierte, die Polizei habe nicht schnell genug eingegriffen. Der britische Premierminister Tony Blair will in dieser Woche eine Erklärung zur Fortsetzung des Friedensprozesses abgeben.
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