Montag, 22. Juli 2002

Bush: UNO-Bevölkerungsfonds Unterstützung streichen

  • Washington: "Entscheidung endgültig"
  • Begründung: UNO "toleriert" Abtreibungen

Entgegen früherer Ankündigungen wird die Regierung von US-Präsident George W. Bush für UNO-Familienplanungsprogramme in Übersee vorgesehene 34 Millionen Dollar (33,8 Mill. Euro) nun doch nicht auszahlen. Konservative Interessengruppen in den USA werfen dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen vor, Abtreibungen zu tolerieren.

Aus Regierungskreisen in Washington verlautete am Sonntag, die Entscheidung sei endgültig. Eine offizielle Erklärung dazu werde in den kommenden Tagen erwartet.

Der Fonds berät Staaten weltweit in Fragen der Gesundheit, Familienplanung und Bevölkerungsentwicklung. Bush hat das Gesetz, in dem die Zusage über die 34 Millionen Dollar enthalten ist, im Jänner unterzeichnet - allerdings unter dem Vorbehalt, über "das angemessene Maß an Finanzierung" für den Bevölkerungsfonds noch zu entscheiden. Möglich sei nun, dass Bush das Geld Familienplanungsorganisationen zukommen lasse, die von der Behörde für Internationale Entwicklung des US-Außenministeriums geleitet werden, hieß es.

22.7.2002 07:56