Freitag, 26. Juli 2002

Viennabike: Laut Umfrage positives Echo auf Neustart

  • 78 Prozent: Zweiter Anlauf funktioniert "deutlich besser"
  • Format: 72% der Wiener geben dem Projekt keine Chance

Der Viennabike-Neustart funktioniert nach Ansicht von 78 Prozent der Benutzer besser als der erste Anlauf. Das hat eine Befragung des Beratungsunternehmen Oekonsult ergeben, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Für den Viennabike-Sprecher Michael Kuhn ist das ein "schönes Ergebnis" und eine Bestätigung dafür, "was wir tagtäglich von den Leuten hören".

Die Umfrage wurde von 23. bis 27. Juli unter 347 Benutzern der Viennabikes durchgeführt. Dabei habe sich auch gezeigt, dass viele Radler sich für eine härtere Bestrafung bei Missbrauch der Leihräder einsetzen. Insgesamt hätten sich 82 Prozent für eine "strengere Verfolgung" von Vandalen ausgesprochen.

Laut der Studie halten die Wiener die Viennabikes auch für eine touristische Attraktion. 71 Prozent der befragten Pedalritter hätten dem im Fragebogen vorgebenen Statement, das Gratis-Leihrad wäre "besonders für den Stadttourismus eine imageträchtige Attraktion", vorbehaltslos zugestimmt. 64 Prozent der Befragten hätten sich auch mit allem Nachdruck gewünscht, dass die Politik sich für den Erhalt der Gratisräder einsetzt.

Viennabike-Sprecher Kuhn, der laut eigener Aussage "nichts mit dieser Umfrage zu tun" hat, ist durch das Ergebnis wieder "übermotiviert weiterzuarbeiten". Als Grund für das gute Abschneiden sehe er eine Vielzahl von Faktoren, so Kuhn gegenüber der APA. So arbeite die Bevölkerung immer effizienter mit, verloren gegangene oder missbräuchlich verwendete Gratis-Leihräder wieder aufzufinden. Vandalen würden dadurch abgeschreckt, "weil so viele Tausende Augen schauen, was mit dem Viennabike passiert".

Zudem seien die meisten Benutzer mittlerweile sehr gut über die Nutzungsbedingungen für die Gratisräder informiert. Die mittlerweile 60 verhängten Vertragsstrafen hätten auch deutlich gemacht, dass eine missbräuchliche Verwendung der Viennabikes "kein Kavaliersdelikt" sei, so Kuhn. Auch die Zusammenarbeit mit den neuen Partnern bei der Fahrrad-Rückholung habe sich bisher sehr gut bewährt.

26.7.2002 15:31