12 kranke irakische Kinder in Wien angekommen
- Bekommen Behandlung in österreichischen Spitälern
- "PR-Aktion"? Minister Haupt weist Kritik zurück

Zwölf kranke irakische Kinder, die auf Einladung von Gesundheitsminister Herbert Haupt (F) und von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) in österreichischen Spitälern behandelt werden sollen, sind Dienstag Mittag am Wiener Flughafen in Schwechat gelandet. Haupt und Waneck begrüßten die sechs Mädchen und sechs Buben im Alter von eineinhalb bis 19 Jahren und ihre Begleitpersonen.
Kritik, dass die Steuerzahler für eine PR-Aktion der FPÖ zahlen müssen, wies der Minister zurück. "Es verwundert mich", sagte Haupt. Österreich habe bereits hunderte Kinder aus aller Welt unterstützt, auch die Bevölkerung einer Diktatur habe ein Recht auf humanitäre Hilfe.
Die Kinder erhalten in den Bundesländern Oberösterreich, Kärnten, Tirol, Steiermark und Wien ärztliche Behandlung, die ihnen in ihrer Heimat nicht gewährt werden konnte, hieß es. Haupt nannte die Aktion einen "Akt der Menschlichkeit für Kinder, die sonst dem Tode geweiht wären". Einem Buben, der zu erblinden droht, dürfte durch die Therapie in Österreich sein Augenlicht erhalten bleiben. Er freue sich, dass sich die österreichischen Spitäler so entgegenkommend gezeigt hätten, so der Minister.
Kritik übte Haupt an einem etwaigen Militärschlag gegen den Irak. Die Geschichte habe gezeigt, dass mit langfristigen Verhandlungen, guten wirtschaftlichen Beziehungen und humanitärer Hilfe einer Diktatur besser beizukommen sei als durch Gewalt. "Das habe ich in meiner 55-jährigen Erfahrung gelernt", so Haupt.
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