Dienstag, 23. Juli 2002

Mafia-Fahnder relativiert Korruptionsvorwürfe

  • Doch kein Schmiergeld an Wiener Stadtrat oder Stadträtin?

Ist oder war ein Wiener Stadtrat oder eine Wiener Stadträtin korrupt? Diese Frage stellt sich, seitdem ein inhaftierter Mafia-Fahnder derartige Anschludigungen von sich gegeben hatte. Nun relativierte er seine Vorwürfe, bei Ermittlungen in diese Richtung sei "nichts rausgekommen".

Jener Wiener Mafia-Fahnder, der angeblich im Zuge einer Einvernahme vor dem U-Richter Korruptionsvorwürfe gegen einen Wiener Stadtrat bzw. Stadträtin erhoben haben soll, hat dies am Freitag über seine Anwaltskanzlei relativiert. Er habe niemanden beschuldigt, nur ermittelt.

Der Beamte habe nur auf eine entsprechende Frage des U-Richters geantwortet, weshalb man bei einer Hausdurchsuchung in seinem Keller auf Ermittlungsakten gestoßen war, hieß es. Seine Erklärung: Er habe in einem vermeintlichen Bestechungsfall ermittelt. Dabei sei aber nichts rausgekommen.

Die nunmehr veröffentlichte Passage, die einiges Aufsehen ausgelöst hat, diene nu dazu, "alte Rechnungen zu begleichen", so die Kanzlei des EDOK-Beamten.

23.7.2002 12:23