Ampel zu lange Rot: Jeder 6. geht trotzdem!

·Unfall-Statistik
Fußgänger: Immer mehr Verletzte!
·'Ampel-Reform'
Idee: Aus fürs Grün-Blinken...
Eine Studie zum Thema "Rote Ampel" enthüllt: Viele Fußgänger sind ungeduldig. Jeder 6. geht bei Rot über die Straße! Weil ihm die Wartezeit aufs Grünlicht zu lange dauert.
2001 wurden auf Österreichs Straßen 4.494 Fußgänger verletzt. Ein Viertel waren Kinder unter 14 Jahren. 650 dieser Unfälle ereigneten sich auf ampelgeregelten Kreuzungen. Eine der häufigsten Unfallursachen: Wenn Fußgänger trotz Rotlicht über die Straße gehen! Eine Pilotstudie beschäftigte sich Ende Juli sich mit den "Rotgehern". Ergebnis: Jeder 2. Fußgänger-Unfall an geregelten Kreuzungen ist laut Exekutive auf ein Fehler der Fußgänger zurückzuführen.
An 9 Wiener Kreuzungen standen Überwacher.
6.500 Fußgänger wurden beobachtet.
996 wurden als "Rot-Sünder" entlarvt: Sie gingen oder liefen bei Rot über die Kreuzung.
Die "Rot-Geher"-Statistik
+ 73% Erwachsene,
+ 19% Senioren,
+ 8% Jugendliche.
Warum bei Rot?
36% gaben an, dass sie es eilig hatten.
25 % fanden die Wartezeit an der Ampel einfach zu lang.
25 % redeten sich darauf aus, dass es ohnehin gleich grün würde (Frühstarter).
18 % waren einfach anderen "Rotgehern" nachgegangen.
Vorschlag 1: Kürzere Grün-Phasen für Kfz-Verkehr
Die während der Morgen- und Abendspitzen vom Kfz-Verkehr benötigten langen Grün-Phasen sind außerhalb der "Rush-Hour" nicht sinnvoll.
Vorschlag 2: Grün, wenn Öffi in die Haltestelle fährt
Eine Maßnahme gegen das "Rotlaufen": Alle Fußgänger sollten "Grün" bekommen, sobald das öffentliche Verkehrsmittel in die Haltestelle einfährt.
Außerdem sollte die Querungslänge für den Fußgänger-Verkehr möglichst gering sein.
"Hohe Rotgeheranteile sind auch auf nicht fußgängergerecht konzipierte Lichtsignalanlagen und Straßengestaltung zurückzuführen. Daraus sind Kriterien für die Verkehrsplanung und Verkehrsorganisation abzuleiten, die auf das Mobilitätsbedürfnis der Fußgänger Rücksicht nehmen. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer werden nämlich in der Planung oft nicht berücksichtigt", meinte Thann.
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