Ambulanzgebühr: Statt 72,6 nur 30 Millionen Euro
- Haupt bezweifelt Zahlen der Krankenkassen
Die Einnahmen der Krankenkassen durch die Ambulanzgebühr sind weit geringer als ursprünglich angenommen. Nach Angaben aller neun Gebietskrankenkassen seien in den ersten zwölf Monaten des Bestehens der Ambulanzgebühr seit 19. April des Vorjahres statt der erhofften 72,6 Millionen Euro nur 42 Millionen verrechnet worden. Bezahlt wurden aber insgesamt lediglich 30 Millionen Euro. Das sind 41 Prozent der angepeilten Summe.
Nach Ländern gereiht, liegen Tirol und Niederösterreich bei der Zahlungsmoral voran. Hier haben 80 Prozent die Ambulanzgebühr berappt. Am Ende der Skala liegen Wien und Salzburg mit nur 65 Prozent.
Sozialminister Herbert Haupt (F) bezweifelt die Zahlen der Krankenkassen. Er geht davon aus, dass rund 65 Millionen Euro im Jahr an Ambulanzgebühr anfallen werden.
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