Montag, 22. Juli 2002

10% mehr Geisterfahrer im ersten Halbjahr 2002

  • Gefährlichstes Bundesland ist die Steiermark
  • Gefährlichstes Teilstück ist Südautobahn in Kärnten

Die Zahl der Geisterfahrer hat heuer - nach einer Besserung im Vorjahr - wieder zugenommen. In der 1. Jahreshälfte 2002 gab es 215 Warnungen; das ist ein Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2001. Die meisten Falschfahrer wurden in der Steiermark registriert - 49. Das mit Abstand gefährlichste Teilstück war aber die Südautobahn im Kärntner Wörthersee-Abschnitt. Die gefährlichsten Tageszeiten sind, so zeigt es die Erfahrung, der Vormittag und der Abend.

Verkehrsexperten rechnen damit, dass die Zahl der Geisterfahrer in den Sommermonaten weiter ansteigen wird.

Steiermark (49) und Niederösterreich (42) führen erneut die Bundesländerstatistik an. An dritter Stelle liegt Kärnten (30). In Salzburg und Vorarlberg sind die Zahlen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 leicht angestiegen, in Tirol, Oberösterreich, Wien und im Burgenland etwas gesunken. Das Bundesland mit den vorläufig wenigsten Geisterfahrern ist das Burgenland mit bisher nur zwei Meldungen.

In der Statistik der gefährlichsten Wochentage ist der Donnerstag Spitzenreiter. 37 Mal wurde an diesen Tagen vor Geisterfahrern gewarnt. Der Zweitgefährlichste ist der Sonntag. Das Schlusslicht bildet der Freitag mit 26 Meldungen. Mit je fünf Geisterfahrern waren der 6. Jänner und der 21. März bisher die Rekordtage.

Die stärksten Monate waren der Jänner und der Mai mit jeweils 41 Meldungen. Mit nur 29 Alarmen waren der April am friedlichsten. Der gefährlichste Zeitabschnitt werden voraussichtlich auch heuer die Sommermonate sein.

Die A2, Südautobahn, ist wie bisher die Autobahn mit den meisten Geisterfahrten. Im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen des Vorjahrs ist hier sogar der stärkste Zuwachs zu registrieren (53; 2001:42). Nunmehr auf dem zweiten Platz landet die A10, Tauernautobahn, mit 24 Meldungen, knapp gefolgt von der A1, Westautobahn, mit 23 und der A9, Pyhrnautobahn, mit 22. Das gefährlichste Autobahnteilstück im ersten Halbjahr 2002 ist die A2, Südautobahn, im Wörtherseeabschnitt zwischen Klagenfurt und Villach.

Ende Jänner ist in der Steiermark auf der A9 bei Seiersberg eine Person durch einen Geisterfahrer tödlich verunglückt. In der ersten Jahreshälfte des Vorjahrs kam keine einzige Person auf Grund dieser Lenker ums Leben.

22.7.2002 08:07


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