Sicherheitssystem "ahnt" Autounfälle voraus
- Ab 2004 bei japanischer Nobelmarke in Serie

Ein neuartiges Sicherheitssystem für Autos hat die japanische Nobelmarke Lexus in Tokio vorgestellt. Unvermeidbare Unfallsituationen sollen vorhergesehen werden, schon vor dem Zusammenstoß ergreift "Pre-Crash" - so der Name des Systems - Maßnahmen zum Schutz der Insassen. Bereits 2004 soll das Früherkennungssystem am Markt sein.
Ein Sensor "beobachtet" das Geschehen vor dem Wagen. Verwendet werden dabei Radarwellen, die im Gegensatz zu Infrarotwellen auch noch bei Schneefall oder Regen "sehen". Die Daten des Sensors werden in einer Steuereinheit, dem Hirn des Systems, verarbeitet. Zusammen mit Daten u.a. der Fahrtgeschwindigkeit und dem Lenkradeinschlag können der Kurs des Wagens und eine mögliche Kollision voraus berechnet werden.
Wird ein bevorstehender Crash erkannt, kann das System von Lexus wertvolle Sekunden gewinnen, hieß es. Schon vor einem Anprall wird der Gurtstraffer aktiviert, beim Zusammenstoß sitzen die Passagiere dann garantiert fest angeschnallt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Bremskraftverstärkern, die eine Notbremsung erst erkennen, wenn das Pedal voll durchgetreten wird, reagiert "Pre-Crash" anders. Das Sicherheitssystem "wartet" schon auf die Notbremsung und stellt sofort die volle Bremskraft zur Verfügung. Laut Lexus wird dadurch die Aufprallgeschwindigkeit verringert.
In mehreren Testphasen sei "Pre-Crash" schon getestet worden. Bis 2004 will es der japanische Hersteller in die Serienproduktion einfließen lassen.
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