Angst vor verseuchten Hamburgern in den USA
- Rückrufaktion für 8,5 Mio. Kilogramm Faschiertes
- 21 US-Bundesstaaten betroffen
Angst vor verseuchten Hamburgern in den USA: Wegen des Verdachts auf eine Verunreinigung mit E.coli-Bakterien hat der US-Lebensmittelriese ConAgra mittlerweile rund achteinhalb Millionen Kilogramm Faschiertes zurückgerufen. Damit weitete sich eine im Juni begonnene Rückrufaktion zu einer der größten in der US-Geschichte aus.
Wie das Landwirtschaftsministerium in Washington am Freitag mitteilte, erstreckt sich die Rückrufaktion bereits auf 21 US-Staaten. Mindestens 18 Personen hätten über Beschwerden geklagt, die mit verunreinigtem Rindfleisch in Verbindung gebracht würden. Bereits vor zwei Wochen hatte das in Colorado ansässige Unternehmen ConAgra rund 160.000 Kilogramm Faschiertes aus den Regalen zurückgezogen. Zuvor war ein E.coli-Test in einem Verpackungsbetrieb in Denver positiv ausgefallen.
Das Unternehmen erklärte, bisher stehe lediglich die zuerst zurückgerufenen Ware in Verbindung mit dem Bakterienfund. Die Ausweitung der Aktion geschehe als Vorsichtsmaßnahme, betonte das Landwirtschaftsministerium. Das möglicherweise betroffene Fleisch wurde den Angaben zufolge zwischen Mitte April und Mitte Juli verarbeitet und vermutlich unter verschiedenen Markennamen verkauft.
Der Erreger E.coli 0157:H7 kann schwere blutige Durchfälle und Krämpfe hervorrufen und sogar zu Nierenversagen oder zum Tod führen. Die US-Gesundheitsbehörden haben die Verbraucher aufgerufen, Fleisch gründlich zu kochen oder zu braten, um mögliche Bakterien abzutöten. Die bisher größte Fleischrückrufaktion verzeichnete die US-Lebensmittelindustrie 1997. Damals musste Hudson Foods rund elf Millionen Kilogramm Hackfleisch zurückziehen, nachdem 15 Personen sich mit E.coli-Erregern infiziert hatten.
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