Freitag, 19. Juli 2002

Amadeus-Betriebsrat geht auf die Straße

  • "Wollen nicht Opfer profitsüchtiger Immobilienhaie werden"

Der Betriebsrat von Libro-Amadeus und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) kündigten am Freitag eine Informationsveranstaltung am Samstagvormittag in der Nähe des Amadeus-Geschäftes auf der Landstrasse in Linz an. "Wir wollen darauf hinweisen, dass wir bereit sind, um unsere Jobs zu kämpfen.

Wir wollen unseren Kunden deutlich sagen, dass wir weiterhin als engagierte, gut ausgebildete und motiverte Buch- und PapierhändlerInnen für sie da sein wollen", erklärte der Betriebsratsvorsitzende und stellvertretende Zentralbetriebsratsvorsitzende der Libro AG, Helmut Ruß.

Amadeus mit in Konkurs gerissen
Die 130 Angestellten des Hauses "Amadeus" in Linz wollen mit dem Satz "Wir wollen nicht zum Opfer irgendwelcher profitsüchtiger Immobilienhaie werden!" darauf aufmerksam machen, dass "Amadeus" als Teil der Libro AG am 17. Juni mit in den Konkurs gerissen worden sei. Der Betriebsrat habe zwar mit tatkräftiger Unterstützung von Gewerkschaft und Arbeiterkammer die offenen Ansprüche sichern können, die weitere Zukunft sei jedoch noch völlig ungewiss. "Wie immer in solchen Situationen jagt ein Gerücht das andere und trägt zusätzlich zur Verunsicherung der Angestellten bei", bedauert Ruß.

521 Beschäftigte
Österreichweit verfügt "Amadeus" über 22 Standorte und 521 Beschäftigte. Eine etwaige Schließung des Linzer Hauses, das auch die Zentrale von "Amadeus" sei, würde unweigerlich irreparable Schäden für das ganze Unternehmen nach sich ziehen, warnte Ruß. Aus der gehobenen Buch- und Papierhandelsszene sei aber "Amadeus" nicht mehr weg zu denken. "Hier geht es neben der Sicherung von vielen Arbeitsplätzen auch um den Erhalt einer Institution" so Ruß.

19.7.2002 13:05