FORMAT: Hitzebons in der PSK
- Seit den 70er-Jahren: Ausgleich für mehr Arbeit als Beamte

Ein kurioses Unikum gibt´s bei der PSK: Wenn es heiß wird, bekommen die Mitarbeiter so genannte Hitzebons. PSK-Betriebsratschef Volkmar Harwanegg stellt sich dem FORMAT-Interview über Hitzebons und andere Goodies, die PSK-Mitarbeitern die Arbeit versüßen.
FORMAT: In der PSK gibt es Hitzebons.Welche
Abkühlung bekommen die Mitarbeiter dafür?
Harwanegg: Wir haben das in den Siebzigern eingeführt, damals durften Beamte in Behörden und Ämtern ab 27 Grad heimgehen, unsere Leute in der PSK aber nicht. Anfangs sind wir mit einem Wagerl durchs Haus gefahren und haben kühlen Tee ausgeschenkt. Daraus wurden dann die Bons: Das sind einfach Gutscheine fürs Büffet.
FORMAT: Damit sich die Leute bei großer Hitze in der PSK einen Eistee leisten können?
Harwanegg: Das sind 25-Euro-Gutscheine, die die Mitarbeiter einmal im Jahr, jeweils im Sommer, von der PSK bekommen.
FORMAT: Unabhängig von der jeweils herrschenden Außentemperatur?
Harwanegg: Ja, egal wie das Wetter draußen ist. Die Gutscheine wurden für den gesamten Sommer pauschaliert. Und ein paar Sommertage sind ja immer warm.
FORMAT: Überall wird gespart – bei Ihnen gibt es Hitzebons, eine Kleidungspauschale von rund 320 Euro im Jahr und Treueprämien. Ist das nicht etwas unzeitgemäß?
Harwanegg: Die Hitzebons wollte man schon ein paarmal abschaffen – aber wir lassen uns das nicht wegnehmen. Das alles stammt aus den siebziger Jahren: Damals gab es keine Sozialleistungen, die Leute hatten nur ihr Gehalt. Aber neueintretende PSK-Mitarbeiter bekommen das nicht mehr.
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