Chemiegewerkschaft gibt der Regierung die Schuld
- 1.000 Mitarbeiter direkt und 2.000 bei Zulieferern betroffen
Rund 1.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job, wenn heute die Reifenproduktion im Semperit-Werk Traiskirchen zu Ende geht. "Noch eine mindestens doppelt so hohe Anzahl an Mitarbeitern in den Zulieferbetrieben" verliere ihre Existenzgrundlage, kritisiert ein Chemie-Gewerkschafter.
"Es ist schon sehr eigenartig, wie die schwarz-blaue Regierung mit Arbeitsplätzen in einer derart krisengeschüttelten Region umgeht", meint Wilhelm Beck.
Regierung ist untätig
Hunderte Familien seien vor existenzielle Probleme gestellt, so die Gewerkschaft, die der Bundesregierung Untätigkeit vorwirft: "Es ist symptomatisch für die derzeitige Regierung, dass man mit vollen Händen Steuergelder in unnütze Abfangjäger investiert und Arbeitsplätze mutwillig vernichtet werden. Eine Verhöhnung der betroffenen Arbeitnehmer ist es mittlerweile vom Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein, wenn er im südlichen Wien von Hunderten oder Tausenden Arbeitsplätzen im so genannten Automobilcluster spricht. Dazu ist zu bemerken, dass keinerlei Aktivitäten in diese Richtung gesetzt werden", schreibt Beck.
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