AMD schreibt im Quartal rote Zahlen
- Ausblick ist ebenfalls nicht sehr rosig
- Konkurrent Intel macht AMD mit Preissenkungen zu schaffen
Nicht nur Intel - 4.000 Stellen werden gestrichen - hat Probleme. Auch der Hauptkonkurrent, US-Mikroprozessor-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat im abgelaufenen Quartal einen überraschend hohen Verlust erwirtschaftet. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern ebenfalls rote Zahlen.
Analysten rechnen mit einem verschärften Wettbewerbsdruck durch den Hauptkonkurrenten Intel.
Der Nettoverlust habe im zweiten Quartal 184,9 Mill. Dollar oder 0,54 Dollar je Aktie betragen nach einem Gewinn von 17,4 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte die im kalifornischen Sunnyvale ansässige AMD am Mittwochabend (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten im Mittel mit einem Verlust je Aktie von lediglich 0,45 Dollar gerechnet. Der Umsatz fiel den Angaben zufolge binnen Jahresfrist um 39 Prozent auf 600,3 Mill. Dollar. Analysten hatten einen Umsatz in dieser Höhe erwartet, nachdem AMD im vergangenen Monat schon zwei Mal seine Umsatzprognose deutlich gesenkt hatte.
Auch für das laufende dritte Quartal geht AMD eigenen Angaben zufolge angesichts des anhaltend schwierigen Marktumfelds trotz eines zu erwartenden saisonal bedingten Umsatzwachstums zum Vorquartal von einem Verlust aus. Als Grund für die schwache Entwicklung nannten Analysten den harten Wettbewerb mit dem Hauptkonkurrenten Intel. Analyst Dan Niles von Lehman Brothers schrieb in einer Kurzstudie schon vor Veröffentlichung der AMD-Zahlen, er erwarte, dass Intel mit gesenkten Preisen versuchen werde, AMD weitere Marktanteile abzujagen.
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