Kika/Leiner wechselt die Konzernspitze aus
- Österreichs Möbelhandel mit Einbußen um bis zu zehn Prozent
- Unstimmigkeiten in der Kika-Chefetage

Kika/Leiner tauscht die Konzernspitze aus. Kika-Chef Hermann Mayrhofer wird den Möbelkonzern voraussichtlich verlassen. Mayrhofer stand an der Spitze der operativen Geschäftsführung und galt als möglicher Nachfolger des Konzernchefs Herbert Koch.
In Mayrhofers Fußstapfen tritt, wie das Wirtschaftsblatt berichtet, Ex-bauMax-Vorstand Ewald Repnik. Ein Hintergrund des überraschenden Wechsels sind Reibereien Mayrhofers mit Personal und Lieferanten. Offenbar sind allein in den letzten drei Jahren rund 20 leitende Kika-Manager ausgeschieden. Auch wenig imagefördernd: Der Konflikt des Möbelriesen mit der Industrie. Kika bat unter Mayerhofers Regie Lieferanten rückwirkend kräftig zur Kasse. Die Industrie war empört und klagte.
Branchenkenner sprechen Kika zwar hohe Bonität und Kapitalkraft zu, der Gewinn habe sich zuletzt aber erstmals weniger zufriedenstellend entwickelt.
Entscheidung am Wochenende
Koch will Gerüchte um personelle Probleme nicht kommentieren. Über die Zukunft Mayrhofers werde aber bis Wochenende entschieden. Dass Kika mit Ertragsproblemen kämpft, bestreitet Koch.
Markt bricht ein
Fest steht, dass Österreichs Möbelhandel seit Jahresanfang Umsatzeinbussen von bis zu zehn Prozent einstecken musste. Eine Besserung ist laut Samuel Steiner von Garant Möbel vorerst nicht in Sicht.
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