Montag, 15. Juli 2002

Telekom: Deutsche Regierung dementiert Verwicklung

  • Schröder angeblich nicht in Nachfolgesuche involviert
  • Opposition kritisiert "dilettantische" Einflussnahme

Die deutsche Bundesregierung hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach Bundeskanzler Gerhard Schröder an der Debatte um eine Ablösung von Telekom-Chef Ron Sommer beteiligt sein soll.

"Die Darstellung der Süddeutschen Zeitung, wonach sich Bundeskanzler Schröder am Wochenende in die Personaldebatte um die Nachfolge für Telekom-Chef Ron Sommer eingeschaltet hat, ist absolut unzutreffend und frei erfunden."

Schröder "bleibt bei seiner Überzeugung", dass Personalentscheidungen ausschließlich in die Verantwortung des dafür zuständigen Aufsichtsrates der Deutschen Telekom gehörten, hieß es weiter. Soweit dazu Gespräche mit dem Großaktionär Bund notwendig waren, würden sie ausschließlich vom Finanzminister geführt. In Medienberichten hatte es wiederholt geheißen, dass Schröder einen Nachfolger für Sommer gesucht haben soll.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Montag, Schröder habe sich am Wochenende vergeblich um einen geeigneten Kandidaten bemüht. CDU-Chefin Angela Merkel warf Schröder am Montag vor, "dilettantisch und stümperhaft" Einfluss auf den Konzern zu nehmen.

15.7.2002 14:36