Aktienmarkterholung belastet den Euro
- Kurs der Einheitswährung ist unter 0,98 Dollar gefallen
- Händler: "Euro steht unter Druck"
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Verlauf Euro zum US-Dollar seit 1999
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Der Kurs des Euro ist am Montag deutlich gefallen und unter die Marke von 0,98 Dollar gesunken. Die Erholung der Aktienmärkte in den USA habe den Dollar beflügelt, sagten Devisenexperten. Um 16.30 Uhr kostete die europäische Gemeinschaftswährung in Frankfurt 0,9780 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor bei 0,9821 (Freitag: 1,0008) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 1,0182 (0,9992) Euro.
"Die Erholung an den Aktienmärkten ist für die Korrektur am Devisenmarkt verantwortlich", sagte Gregor Beckmann vom Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf. Der Euro sei zur Zeit ein "bisschen angeknackst" und könne bis auf 0,95 US-Dollar fallen.
"Für den Kursrückgang gibt es keine fundamentalen Gründe", sagte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Es scheine sich vielmehr die Hoffnung breitgemacht zu haben, dass das Schlimmste an den US-Aktienmärkten vorbei sei. Kurzfristig könne der Euro daher noch weiter fallen. Jedoch dürfte der Euro mittel- bis langfristig wieder steigen. Die Nachrichtenlage spreche gegen den Dollar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6285 (0,6337) britische Pfund, 117,42 (117,55) japanische Yen und 1,4529 (1,4502) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 303,00 (308,60) Dollar. Der Kilobarren kostete 9865 (9955) Euro.
Einige Devisenhändler sehen in der US-Dollar Stärke nur ein kurzzeitiges "Phänomen", allerdings dürften die anstehenden Konjunkturdaten im Laufe der Woche mehr Klarheit sorgen. Für die Devisenmärkte relevante Konjunkturdaten stünden am Berichtstag dagegen nicht an. Deshalb sei insgesamt ein ruhiger Handel zu erwarten.
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