Sonntag, 21. Juli 2002

Slowenin Ceplak über 800 m fast unschlagbar

  • In Hechtel schnellste Zeit seit fünf Jahren gelaufen

Hallen-Weltrekordlerin Jolanda Ceplak braucht sich die Goldmedaille über 800 m bei der EM in München (6.-11.8.) wohl nur noch abzuholen. Die Slowenin, die bei der Hallen-EM in Wien der Kärnterin Stephanie Graf mit dem Weltrekord von 1:55,82 Minuten den Titel um 3/100 weggeschnappt hatte, gewann am Samstag in Hechtel in 1:55,19 und erzielte damit die schnellste 800-m-Zeit seit 1997, als die Kubanerin Ana Fidelia Quirot in Köln am 24. August in 1:54,82 gestoppt worden war.

Mit 1:55,19 Minuten liegt Ceplak nun ex aequo mit Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maria Mutola aus Mosambik, die exakt dieselbe Zeit am 17. August 1994 in Zürich gelaufen war, an siebenter Stelle der "ewigen" Bestenliste über 800 m. "Der Weltrekord kann bei optimaler Witterung und perfekten Rennverlauf gebrochen werden. Doch in diesem Jahr wird es noch nicht passieren", meinte die 25-Jährige nach ihrem eindrucksvollen Auftritt in Belgien, wo sie die ersten 400 Meter nach 57,4 Sekunden passiert hatte und dann Runde zwei in einer hohen 57,7 absolvierte.

Der Weltrekord der Tschechin Jarmila Kratochvilova steht seit 26. Juli 1983 (München) bei 1:53,28 Minuten. Die bisherige Freiluft-Bestzeit von Ceplak vor dieser Saison hatte 1:58,71 (17.6.2001 Nürnberg) gelautet, die sie vor Hechtel bereits auf 1:57,63 (25.5.2002 Lissabon) verbessert hatte. In der Halle hatte sich die 1,68 m große und 55 kg schwere Blondine um 3,99 Sekunden von 1:59,81 (4.3.2001 Sindelfingen) auf 1:55,82 gesteigert.

21.7.2002 13:05