LA-Meeting: Europarekorde durch Szabo & Vroemen
- Leistungsexplosion: Insgesamt neun Jahresweltbestleistungen
- Fünf Athleten noch im Rennen um Gold-Jackpot

Für die Glanzleistung beim IAAF-Leichtathletik-Meeting in Monte Carlo sorgte die Rumänin Gabriela Szabo (Bild), die mit 8:21,42 Minuten einen Europarekord über 3.000 m aufstellte und damit natürlich auch neue Jahresweltbestzeit markierte. Die 5.000-m-Olympiasiegerin von Sydney verbesserte die acht Jahre alte Höchstleistung der Irin Sonia O'Sullivan (8:21,64) um 22/100 Sekunden. Einen weiteren Europarekord stellte Simon Vroemen auf: Der Niederländer kam über 3.000 m Hindernis auf 8:06,91 und verbesserte den bisherigen Rekord von Joseph Mahmoud (FRA/1984) um 0,71 Sekunden.
Bei idealen Verhältnissen gab es wahre Leistungsexplosionen in den Laufwettbewerben, für Jahresweltbestleistungen sorgten weiters der Däne Wilson Kipketer, der die 800 m in 1:43,76 Minuten für sich entschied, und der Marokkaner Hicham El Guerrouj über 1.500 m sowie Sprinterin Marion Jones (USA), die mit 10,84 Sekunden die Saisonbestzeit von Weltmeisterin Shanna Pintusewitsch (Ukraine) über 100 m egalisierte.
Felix Sanchez und Ana Guevara bleiben weiter im Rennen um den Jackpot der Golden League des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF). Die Mexikanerin Guevara hat mit 49,25 Sekunden eine Jahresweltbestzeit über 400 m aufgestellt. Bei ihrem Sieg über die Jamaikanerin Lorraine Fenton (49,30) verbesserte sie ihre eigene Saisonbestzeit um 26/100 Sekunden. Der 24-jährige Sanchez gewann die 400 m Hürden in 47,86 Sekunden vor dem Franzosen Stephane Diagana (48,11) sowie dem Amerikaner Eric Thomas (48,32).
Für beide Athleten war es bereits der vierten Sieg in der Golden League nach Oslo, Paris und Rom. Die weiteren drei Golden League-Meetings finden in Zürich (16. August), Brüssel (30. August) und Berlin (6. September) statt, das Finale in Paris (14. September).
Für weitere Jahresweltbestzeiten sorgten die Kubanerin Zulia Calatayud, die die 800 m überraschend in 1:56,09 Minuten gewann und Maria Mutola (1:56,16) auf den zweiten Platz verwies, und die Weißrussin Alesja Turowa, die die 1.500 m in 4:01,01 Minuten für sich entschied. Mutola wurden somit an diesem Tag zwei Niederlagen zugefügt. Einerseits über 800 m (wie schon diese Woche in Stockholm), andererseits entriss der Athletin aus Mosambik Turowa die 1.500 m-JWBZ und verbesserte sie gleich um 49 Hundertstel.
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