Mittwoch, 17. Juli 2002

Italiens Verband stoppt Spieler aus Nicht-EU-Länder

Nachdem vergangene Woche das römische Parlament ein strenges Immigrationsgesetz verabschiedet hat, ergreift auch der italienische Fußballverband FIGC Maßnahmen zur Einschränkung der Zahl nicht-europäischer Spieler. Am Ende eines Treffens in Rom beschloss der Verband, dass Klubs der Serie A und B bis 31. August nur noch einen einzigen nicht europäischen Spieler unter Vertrag stellen dürfen. Danach wird es verboten sein, Spieler aus Nicht-EU-Ländern einzustellen.

Das Verbot, Nicht-Europäer zu erwerben, herrscht ab diese Woche bereits für die Klubs der dritten Liga und wird bis Ende der nächsten Saison in Kraft bleiben. Der Fußballverband hat auch eine Verschärfung der Strafen beschlossen, die für den illegalen Einsatz von nicht europäischen Spielern vorgesehen sind.

Die Sperre für Nicht-Europäer sei auf Grund des neuen Immigrationsgesetzes notwendig geworden, sagte der Präsident des italienischen Fußballverbands, Franco Carraro. "Hätten wir noch gewartet, wären noch weitere 500 Nicht-EU-Spieler nach Italien gekommen", so Carraro. Das neue Immigrationsgesetz sieht unter anderem vor, dass maximal 2.500 Sportler aus Nicht-EU-Ländern in Italien unter Vertrag genommen werden können. Diese Zahl soll unter den unterschiedlichen Sportverbänden verteilt werden.

17.7.2002 16:28