Wertungs-Skandal bei Gymnastik-WM
- Ausschluss von vier Kampfrichterinnen

Neuer Wertungsskandal bei den Gymnastinnen. Nach dem Gruppen-Zweikampf bei den 25. Weltmeisterschaften in New Orleans zog der Weltverband FIG am Samstag gleich vier Mal die Rote und zwei Mal die Gelbe Karte.
Das Technische Komitee ahndete damit die skandalösen Noten von Shin-Ja Choi (Südkorea), Efi Pantazidou (Griechenland), Marcie Lourenco (Brasilien) und Larissa Lukjanenko (Russland), die Mitte der 90er Jahre sieben Mal Welt- und Europameisterin geworden war. Ihnen wurde bei der Notengebung Parteilichkeit vorgeworfen. Das Quartett wurde nach dem Zweikampf entlassen. Eine ernste Verwarnung bekamen Zaishen Diao (China) und Damida Welchewa (Bulgarien).
"Rot" hatte es im Juni 2000 erstmals nach den Europameisterschaften in Saragossa gegeben. Europa- und Weltverband entzogen den acht seinerzeit die Akkreditierungen für die Olympischen Spiele in Sydney und sperrten sie für ein Jahr. Insgesamt 26 Kampfrichterinnen waren in Saragossa verwarnt worden. Als Konsequenz wird die FIG bis Olympia 2004 in Athen 40 von ihr inzwischen nominierte Kampfrichterinnen einsetzen und nicht mehr die von den Nationalverbänden benannten.
Am Schlusstag gingen die zwei letzten Titel in der Jazz-Metropole überraschend nicht an den alten und neuen Zweikampf-Weltmeister und Olympiasieger Russland, sondern an Griechenland (Ball/Seil) und an die Ukraine (Bänder).
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