Umstrittenes Embryonen-Patent auf dem Prüfstand
- War "aus Versehen" erteilt worden: 14 Einsprüche
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Das Patent auf Leben steht auf dem Prüfstand: Im Europäischen Patentamt (EPA) in München werden 14 Einsprüche gegen das Patent auf die Züchtung von Embryonen (EP 695 351) verhandelt. Darunter ist auch ein von der Umweltorganisation Greenpeace eingereichter Sammeleinspruch von rund 10.000 Unterstützern, die den Widerruf des Patents fordern.
Die Gegner des Patents kritisieren, dass dieses den Wissenschaftern erlaube, Zellen aus tierischen und menschlichen Embryonen zu entnehmen und zu verändern. Außerdem gestatte es, gentechnisch veränderte Tiere und Menschen zu züchten. An den Verhandlungen im Patentamt wird auch der katholische Tübinger Moraltheologe Dietmar Mieth teilnehmen, berichtete Kathpress. Er ist unter anderem Berater für das Embryonenschutz-Protokoll der "Biomedizin-Konvention" des Europarats.
Das bereits am 8. Dezember 1999 an die Universität Edinburgh in Großbritannien erteilte Patent hatte Greenpeace eigenen Angaben zufolge im Februar 2000 aufgedeckt. Laut Umweltinstitut München, das ebenfalls Einspruch eingelegt hat, hatte das EPA das Patent "aus Versehen" erteilt, weil nicht bemerkt worden war, dass der Antrag "nicht nur tierische, sondern auch die menschliche Keimbahnmanipulation beinhaltete". Der schließlich von der Universität nachgereichte Änderungsantrag erstrecke sich zwar nicht mehr auf den ganzen Menschen, aber weiterhin auf die menschlichen Stammzellen sowie auf die daraus gewonnenen Zellen und Organe.
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