Neuwahlen in der Türkei für November angesetzt
- Koalition stimmte für vorzeitige Parlamentsauflösung

Die Vorsitzenden der drei türkischen Koalitionsparteien haben sich auf vorgezogene Neuwahlen am 3. November geeinigt. Zuvor hatte die Regierung von Ministerpräsident Bülent Ecevit ihre Mehrheit im Parlament in Ankara verloren.
Ecevit (Bild), Chef der Demokratischen Linkspartei (DSP), hatte mit seinen Stellvertretern Devlet Bahceli von der rechtsgerichteten Partei der Nationalen Aufbruchs (MHP) und Mesut Yilmaz von der liberalen Mutterlandpartei (ANAP) konferiert. In den letzten Wochen hatten 59 DSP-Abgeordnete die Partei verlassen, unter ihnen sieben Minister.
Die drei Parteichefs erklärten, sie hätten sich auf den 3. November als Wahltermin verständigt. Der Vorschlag muss jetzt noch von den jeweiligen Parteigremien bestätigt werden. Für den Termin hatten sich zuvor bereits die MHP-Nationalisten ausgesprochen. Sie wollen die deutschen Bundestagswahlen abwarten, von deren Ergebnis sie sich erhoffen, dass es ihren harten Kurs gegenüber der EU fördert.
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