Samstag, 20. Juli 2002

16-Jähriger auf Irrfahrt mit Lkw-Zug

  • 100.000 Euro Schaden
  • Halbstarker bedrohte Pkw-Insassen mit "abstechen"

In bester Gangstermanier verhielt sich in der Nacht auf heute ein 16-jähriger Bursche des Landesjugendheimes in Hartberg. Der alkoholisierte Jugendliche schlich sich beim Betanken eines LKWs in die Fahrerkabine und fuhr los. Als der neben dem Fahrzeug stehende LKW-Fahrer dies bemerkte, versuchte er ihn zu stoppen und wurde dabei schwer verletzt. Schließlich konnte die Gendarmerie den Amokfahrer aufhalten, bevor dieser eine Katastrophe verursachen konnte.

Der Lkw-Fahrer versuchte, die Druckluftleitung zu lösen und den Treibstoff abzulassen. Dabei verletzte sich der 54-Jährige laut Sicherheitsdirektion Graz schwer. Den 16-Jährigen störte dies wenig, er begann seine Irrfahrt auf der B54 und der B50. Sein Ziel war die Südautobahn (A2).

Bevor er jedoch auf die Autobahn gelangen konnte beschädigte er mehrere Verkehrsleiteinrichtungen. Schließlich fuhr er zum Bahnhof Hartberg, wo er an einem parkenden LKW entlang schrammte und schließlich gegen einen Baum stieß. Auf seiner Flucht zu Fuß ersuchte der Jugendliche eine PKW-Lenkerin aus Graz, ihn wieder in die Stadt zu fahren.

Nach kurzer Fahrt zwang er die PKW-Insassen auszusteigen. Andernfalls würde er sie abstechen, drohte der Halbstarke. Doch aus der motorisierten Flucht wurde wieder nichts. Die Lenkerin hatte geistesgegenwärtig den Zündschlüssel eingesteckt. Schließlich gelang es der Autobahn-Gendarmerie, den Jungen zu schnappen. Der Sachschaden beträgt stolze 100.000 Euro.

20.7.2002 07:59