Freitag, 19. Juli 2002

Mehrheit für Verheiratete und Frauen als Priester

  • 21 Prozent wollen Kirchenrecht in aktueller Form beibehalten

Österreich stimmt für eine Reform innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Die Mehrheit der Österreicher ist dafür, dass Verheiratete und Frauen Priester werden können. Das ist das Ergebnis einer im Juli 2002 veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS.

Mehr als 1.000 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählte Personen hat IMAS Ende Juni/Anfang Juli danach gefragt, ob sie dafür oder dagegen seien, dass auch Frauen und Verheiratete Priester werden dürfen. Dabei sprachen sich 54 Prozent dafür und 21 Prozent dagegen aus. 24 Prozent gaben auf diese Frage keine Antwort.

Überdurchschnittlich viele Befürworter des Priesteramtes für Verheiratete und Frauen fanden die Meinungsforscher bei den Frauen, den Angehörigen der jüngeren und mittleren Generation, Leitenden Angestellten und Beamten, aber auch einfachen Arbeitern.

Abgelehnt wird die Öffnung des Priesteramtes am ehesten von Landwirten, sowie Personen über dem 50. Lebensjahr. Doch auch in diesen Bevölkerungssegmenten blieben die Gegner in der Minderheit.

19.7.2002 10:23