Donnerstag, 18. Juli 2002

Illegale Aufträge um 1 Mio. €? Staatsanwalt ermittelt

  • Verkehrsministerium: Vorerhebungen gegen Miko eingeleitet
  • Ex-Büroleiter: Habe mir nichts vorzuwerfen

Mitte Juli 2002 geriet Hans-Jürgen Miko ins Visier der Staatsanwaltschaft: Der ehemalige Büroleiter von Infrastrukturministerin Forstinger könnte Aufträge illegal vergeben haben. Vorerhebungen wegen des Verdachtes der Untreue wurde eingeleitet. Wie viel waren die Aufträge wert? Ein Sprecher von Forstinger-Nachfolger Reichhold nannte die Summe von rund einer Million Euro.

Büro vom Verkehrminister: Es geht um 1 Mio €
Das Minister-Böro teilte mit, dass es sich beim umstrittenen Auftragsvolumen um rund eine Million Euro handle. Nicht aber um den von der "Presse" genannten Betrag in Höhe von 23,6 Mill. Euro. Im Gespräch sei einmal eine Summe von 23,6 Mill. S gewesen - nun gehe man aber von einer Million Euro aus, so der Sprecher.

Auslöser: Bericht der internen Revision
Auslöser der Ermittlungen war ein Sachverhaltsdarstellung der internen Revision des Infrastrukturministeriums, die der Forstinger-Nachfolger Mathias Reichhold der Staatsanwaltschaft Wien übermitteln lies. Dabei geht es um den Verdacht, dass Miko bei zwei Beratungsaufträgen für Forstinger illegal vorgegangen sei, um diese Aufträge Unternehmen zukommen zu lassen, die bereits vor der gesetzlich nötigen Ausschreibung festgestanden seien. Gesamtsumme der ursprünglichen Aufträge: rund 23,6 Millionen Euro.

1. Reaktion von Miko: Habe mir nichts vorzuwerfen
Miko weiter: Es wundere ihn, dass ihn die Staatsanwaltschaft nicht von den Vorerhebungen informiert habe. Faktum sei jedenfalls, dass Forstinger selbst die beiden Firmen, Iro & Partners Salzburg sowie die PR-Agentur Publico Salzburg zu ihrer persönlichen Unterstützung gewünscht habe. Er habe nur den Wunsch der Ministerin umgesetzt.

18.7.2002 18:35