Wels: 8-Jährige nach Kieferoperation nicht aufgewacht
- Menschliches Versagen derzeit auszuschließen
Ein achtjähriges Mädchen ist im Krankenhaus Wels bei einer komplizierten, aber nicht lebensbedrohlichen Kieferoperation nicht mehr aus der Vollnarkose aufgewacht. Die Ursache ist noch unbekannt, menschliches Versagen dürfte aber nach dem derzeitigen Wissensstand auszuschließen sein. Die Staatsanwaltschaft wurde - wie in diesen Fällen üblich - über den Todesfall informiert.
Das berichten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) in ihrer Dienstag-Ausgabe. Das Mädchen war mit seiner Mutter am 4. Juli in das Krankenhaus gekommen. Dem Kind sollte ein Gewächs aus dem Kieferbereich entfernt werden. Die Kieferstation in Wels hat einen österreichweit guten Ruf. Doch die kleine Patientin erwachte nicht mehr aus der Vollnarkose.
Die Ärzte stehen laut Bericht vor einem medizinischen Rätsel: "Die Obduktion brachte keine plausible Erklärung für den plötzliche Tod", wird der Gerichtsmediziner Johann Haberl zitiert. Allerdings würden lebenswichtige Organe, wie beispielsweise das Herz oder Hirn, noch speziellen Untersuchungen unterzogen.
Der ärztliche Leiter des Krankenhauses, Wolfgang Artmann, stellte in den OÖN fest: "Nach derzeitigem Wissensstand ist menschliches Versagen auszuschließen." Auch eine Fehlfunktion der hochsensiblen Überwachungsgeräte konnte nicht festgestellt werden. Ein Zusammenhang mit den anonymen, an verschiedene Landespolitiker geschickte Briefen aus dem Krankenhaus, in denen Kritik geübt wird, dass es akuten Personalmangel gebe und die vorhandenen Kräfte überfordert würden, bestehe nicht.
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