Montag, 15. Juli 2002

Totes Baby im Plastiksack in Innsbruck entdeckt

  • Kind wurde laut Obduktion ertränkt
  • Mutter noch nicht einvernommen

Auch Dienstag laufen die Ermittlungen auf Hochtouren: Die Innsbrucker Polizei ermittelt nach dem Tod eines Neugeborenen. In einem Plastiksack in einer Innsbrucker Wohnung ist am Samstagabend die Leiche des Säuglings entdeckt worden. Eine Obduktion des toten Säuglings habe ergeben, dass das Kind kurz nach seiner Geburt ertränkt worden sei, erklärte der zuständige Innsbrucker Staatsanwalt Wilfried Siegele. Das Baby war am Samstag gegen 17.30 Uhr in einen Plastiksack eingewickelt im Schlafzimmer der Innsbrucker Wohnung gefunden worden. Wie der zuständige Staatsanwalt Wilfried Siegele erklärte, könnte die Mutter des kleinen Buben frühestens am Nachmittag zu den näheren Umständen befragt werden.

Wie die Obduktion ergeben hatte, wurde das Kind kurz nach seiner Geburt ertränkt. Nach wie vor unklar war aber vorerst, wie es dazu gekommen war. Möglicherweise könnte es sich um einen Unfall gehandelt haben, aber auch eine Verzweiflungstat wurde zunächst nicht ausgeschlossen. Ermittelt werde zunächst auch, ob eine weitere Person an der Tragödie beteiligt gewesen war. Auch die Identität des Vaters war der Staatsanwaltschaft bisher noch nicht bekannt.

Der Gesundheitszustand der Tirolerin - sie befindet sich nach wie vor in der Innsbrucker Klinik - sei noch immer "sehr schlecht", sagte Heinz Dorn, Chef der Innsbrucker Kripo. Sie war am Samstagabend mit schweren Blutungen von der Rettung eingeliefert worden und wurde daraufhin sofort operiert. Die Entbindung dürfte, wie die Ermittlungen ergeben hatten, kurz davor erfolgt sein. Als Beamte den in einem Plastiksack eingewickelten toten Säugling in der Wohnung in Innsbruck-West gefunden hatten, lag die Mutter bereits in der Klinik.

15.7.2002 09:12