Donnerstag, 11. Juli 2002

Bundes-Finanzschuld 2001 leicht höher

  • Tempo der Schuldenzunahme reduziert

Gute Nachrichten für den Finanzminister: Dem Bund ist es gelungen, dass Tempo der Schuldenzunahme zu redizieren. Insgesamt hat sich der Schuldenstand 2001 aber leicht erhöht. Im Vergleich zur gestiegenen Wirtschaftsleistung Österreichs ist das Minus jedoch gesunken.

Die bereinigte Finanzschuld des Bundes (ohne Eigenbesitz) erreichte zu Jahresende 2001 die Höhe von 121,4 Mrd. Euro bzw. 57,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der Vergleichswert 2000 hatte sich auf 120,7 Mrd. Euro oder 58,9 Prozent des BIP belaufen. Damit ist der Schuldenstand zwar absolut leicht gestiegen, im Vergleich zur gestiegenen Wirtschaftsleistung Österreichs jedoch gesunken. Der im Jahr 2001 neu zu finanzierende Budgetabgang des Bundes (Nettodefizit) war mit 0,7 Mrd. Euro deutlich niedriger als 2000 (2,7 Mrd. Euro), woraus sich eine deutliche Verlangsamung der Schuldenzunahme des Bundes ergab.

Die bereinigte Fremdwährungsschuld (Schweizer Franken und Yen) lag zum Jahresende 2001 mit 16,2 Mrd. Euro gegenüber 16,7 Mrd. Euro Ende 2000 um 3,2 Prozent oder 529 Mill. Euro tiefer. Die Änderungen gehen fast ausschließlich auf Bewertungsänderungen (Franken: +212,6 Mill. Euro, Yen: -649,2 Mill. Euro) und Yen-Tilgungen (-93,3 Mill. Euro) zurück. Der Anteil der Fremdwährungsschuld an der Finanzschuld des Bundes (bereinigt) sank im Jahresabstand auf 13,3 (2000: 13,9) Prozent. Das geht aus dem Finanzschuldenbericht 2001 des in der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) angesiedelten Staatsschuldenausschusses hervor, der heute, Donnerstag, in Wien präsentiert wird.

11.7.2002 09:58

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