Montag, 8. Juli 2002

Daimler wirft BMW geschönte US-Absatzzahlen vor

  • BMW weist Anschuldigung zurück

DaimlerChrysler wirft dem bayerischen Konkurrenten BMW offenbar vor, dass er seine US-Absatzzahlen "nachberechnet" habe. So hätte BMW einen höheren Marktanteil in den USA ausweisen können.

Daimler geht davon aus, dass BMW extra für diesen Zweck zusätzliche Einheiten zurückgehalten hat, berichtet die "Finacial Times". BMW habe die Vorwürfe zurückgewiesen.

Am 1. Juli habe BMW die anderen Autohersteller wie üblich vorab über den US-Absatz informiert, der im Juni bei 17.469 Einheiten lag. In der Pressemitteilung am folgenden Tag habe BMW aber einen Absatz von 19.868 Einheiten veröffentlicht, berichtet die Zeitung. Während Daimler davon ausgehe, dass BMW die Zahlen auf Grund des schwierigen Wettbewerbsumfeldes geändert habe, erklärte der bayerische Automobilhersteller, dass es sich um einen ganz normalen Vorgang handle. Vorführwagen und steuerfreie Importe seien nicht in den vorläufigen Zahlen erfasst gewesen. "Mercedes weiß das", heißt es bei BMW.

8.7.2002 11:44