Donnerstag, 11. Juli 2002

Neue Bundesliga-Saison startete mit Überraschungen

  • Salzburg hofft im Heimspiel gegen Sturm auf erste Punkte
  • Plus: Die Spielberichte & alle Infos zur neuen Saison

Die T-Mobile-Bundesliga steht nach der ersten Runde Kopf. Rapid führt nach dem 4:0 gegen Vizemeister Sturm Graz die Tabelle an. Aufsteiger Pasching folgt nach einem 3:0 über den FC Kärnten auf Rang zwei. Admira Wacker Mödling hält nach einem 1:0 gegen Salzburg ebenfalls bei drei Punkten. Der GAK musste in Bregenz (2:2) Punkte lassen. Nur die Wiener Austria wurde mit dem 2:0-Sieg gegen Ried der Favoritenrolle gerecht.

Die beiden als Abstiegskandidaten gehandelten Klubs gaben am Mittwoch eine Kampfansage an die Konkurrenz ab. Admira bejubelte den ersten Meisterschaftssieg in diesem Jahr, die vom überragenden Kahraman angeführten Paschinger feierte im ersten Spiel in der höchsten Liga gleich einen klaren Sieg.

Zellhofer warnt vor übertriebener Euphorie
"Wir haben das erste Spiel gewonnen, sonst noch gar nichts", sagte Pasching-Trainer Georg Zellhofer. "In der ersten Hälfte hatten wir Anlaufschwierigkeiten, nach dem 1:0 sind wir sehr gute Konter gefahren, es war dann relativ einfach, das Spiel zuentscheiden", erklärte der Oberösterreicher. Sein Freund Heinz Hochhauser, Coach der Gäste, hatte sich seinen Einstand beim UEFA-Cup-Teilnehmer natürlich anders vorgestellt. "Man ist ernüchtert. Wir haben gesehen, was noch fehlt, vor allem im Offensivspiel. Daran müssen wir arbeiten, sonst sind wir zu leicht auszurechnen", sagte Hochhauser.

Sieg des "Kellerkindes"
Im Duell der potenziellen "Kellerkinder" Admira und Salzburg setzten sich die Niederösterreicher dank eines Katzer-Treffers in der 45. Minute durch. Katzer war übrigens einer von sieben Eigenbau-Spielern, die zum Einsatz kamen. "Wir haben uns vor dem Spiel viel vorgenommen. Wir hatten auch das Glück, das uns im Frühjahr gefehlt hat", sagte Trainer Walter Knaller.

Salzburg freut sich schon auf Sturm
Lars Söndergaard wurden die neuen Verhältnisse der finanzschwachen Salzburger drastisch vor Augen geführt. "Wir haben gewusst, dass es eine schwierige Saison wird. Wir werden aber nicht die einzige Mannschaft sein, die hier verliert", meinte der Coach und fügte schmunzelnd hinzu: "Wir haben aber jetzt immerhin ein Heimspiel gegen den Letzten." Also "nur" Vizemeister Sturm.

Glücklicher Punkt für den GAK in Bregenz
In Bregenz musste sich der GAK mit einem 2:2 begnügen. Obwohl zwei Mal in Führung, ein glücklicher Punkt für die Grazer Titelkandidaten. "Es ist bekannt, dass Bregenz eine gute Mannschaft hat. Wir waren nicht aggressiv genug, haben zu viele Zweikämpfe verloren", analysierte Trainer Thijs Libregts.

Bregenz mit gutem Mittelfeld
Sein Gegenüber, der ehemalige GAK-Trainer Rainer Hörgl, sprach seinem Team ein Pauschallob aus und traut seiner Elf noch viele Überraschungen zu. "Ich habe gehofft, dass wir diese Leistung bringen können. Ein Sieg wäre schön gewesen, aber wir dürfen nicht vergessen, das der Gegner einer der Meisterschaftskandidaten war. Entscheidend war das Mittelfeld, in dieser Formation hatten wir einen großen Vorteil. Ich glaube, dieses Mittelfeld ist eines der besten in Österreich", so Hörgl.

11.7.2002 11:58