Marik feiert historischen Gesamtsieg im Degen-Weltcup
- Auch Degen-Mannschaft siegte in Sydney
- Nun Konzentration auf WM im August in Lissabon

Der Wiener Neudorfer Christoph Marik hat am Sonntag das Weltcup-Turnier der Degenfechter in Sydney gewonnen und damit auch den Gesamt-Weltcup für sich entschieden. Der 24-Jährige hatte schon im Vorjahr in der Olympia-Stadt 2000 triumphiert und im Laufe dieser Saison auch die Konkurrenz in Bogota als Sieger abgeschlossen. Auch die österreichische Degen-Mannschaft holte sich den Weltcup-Sieg.
Im Finale von Sydney gab Marik dem Niederländer Arwin Kardolus mit 15:11 Treffern das Nachsehen. Marcus Robatsch als Neunter und Michael Switak als Elfter rundeten die ÖFV-Erfolgsbilanz in Sydney ab. Am meisten Mühe im Achter-Finale hatte Marik, als er im ersten Kampf der Runde der letzten Acht den Spanier Jose Luis Abajo hauchdünn 15:14 besiegte. Im Semifinale gab er dann aber dem US-Amerikaner Justin Tausig mit 15:6 klar das Nachsehen, ehe Marik Kardolus in die Schranken wies und sich damit für die Halbfinal-Niederlage Ende Mai in Taiwan revanchierte. Beim Weltcup-Turnier im Mai in Innsbruck war der "Oranje" im Finale übrigens Robatsch unterlegen.
Marik in den Fußspuren von Losert
Der Weltcup-Gesamtsieg ist für Marik ein Lohn des Aufschwungs der österreichischen Degen-Fechter bzw. seiner Kostanz über die vergangenen zwölf Monate. Am 15. Juli 2001 hatte er mit seinem ersten Triumph in Sydney die 33 Jahre währende Durststrecke der österreichischen Degen-Fechter beendet. Es war der erste Gewinn eines Degen-Weltcup-Turniers seit der großen Zeit von Roland Losert, 1968 Gesamtsieger des erstmals ausgetragenen Weltcups. Marik folgte Losert also nun auch auf Gesamt-Weltcup-Ebene nach.
Auch Degen-Mannschaft siegte in Sydney
Für Österreichs Degenfechter verlief der Weltcup in Sydney optimal. Nach dem Einzel-Erfolg und Weltcup-Gesamtsieg von Christoph Marik gab es heute durch Marik, Marcus Robatsch und Michael Switak in der Olympiastadt auch erstmals Platz eins im Mannschaftsbewerb. Die erfreuliche Konsequenz ist der zweite Platz in der Weltrangliste und somit eine Spitzen-Setzung bei der WM im August in Lissabon.
45:37-Sieg gegen die Schweiz
Beim 45:37-Finalsieg gegen die Schweiz gaben die Österreicher klar den Ton an. Vor allem Marik zeigte sich dabei in großer Form und brachte mit einem 6:0 gegen Michael Kauter das ÖFV-Team mit 40:30 in Front. Auch Switak wartete mit einer starken Leistung auf und brachte den Erfolg gegen Vizeweltmeister Basil Hoffmann mit 45:37 sicher nach Hause.
Im Halbfinale starke US-Boys geschlagen
Im Halbfinale gegen das starke US-Team hatte Robatsch beim Stand von 26:26 gegen Tausig ein Plus von drei Treffern (34:31) herausgeholt, Marik und Schlussfechter Switak brachten den Vorsprung mit 45:43 über die Distanz. Damit standen die Österreicher wie im Vorjahr im Finale, in dem es damals gegen Spanien eine knappe 44:45-Niederlage gesetzt hatte.
Konzentration auf die WM
Nach dem historischen Triumph von Sydney gilt nun die Konzentration Mariks und der gesamten ÖFV-Equipe den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaften vom 10. bis 19. August in Lissabon. In Portugal hat Marik etwas gut zu machen, da er im vergangenen Oktober in Nimes nur 34. geworden war, nachdem er ein Jahr zuvor bei Olympia in Sydney Rang 26 erreicht hatte. Ehe der WM-Countdown los geht, steht noch am Montag der Mannschafts-Bewerb in Sydney auf dem Programm.
