Salzburger Lindner gewann "Race across the Alps"
- In 23 Stunden über 544 Kilometer bzw. 12.600 Höhenmeter

Der Österreicher Paul Lindner hat sich am Samstag den Sieg beim Radrennen "Race across the Alps" gesichert. Der Salzburger trat damit die Nachfolge von Debütsieger Gerrit Glomser an.
Nach 544 Kilometern und der Überquerung von elf Alpenpässen mit insgesamt 12.600 Höhenmetern hatte der 40-Jährige am Ende des härtesten Eintagesrennens der Welt bei einer Siegerzeit von 22:57:25 Stunden 52:28 Minunten Vorsprung auf den Slowenen Marco Baloh. Dritter wurde der Österreicher Juri Robic (23:59:33).
Die Fahrer hatten während des Bewerbs gegen Unwetter mit Hagel anzukämpfen, mehr als die Hälfte der 42 gestarteten Teilnehmer gab auf. Lindner freilich beeindruckte das wenig. Im Vorjahr war er nach 360 km wegen Magenkrämpfen vom Rad gestiegen, diesmal bot er vom Start in Nauders am Tiroler Reschenpass eine famose Solofahrt. "Der Stachel vom Vorjahr saß tief. Ich wollte nur noch durchkommen, dachte nie ans Gewinnen. Ich habe alles riskiert, besonders in den Bergen", meinte Lindner nach der Zieldurchfahrt ebenfalls in Nauders.
Der Steirer Wolfgang Fasching wurde Sechster (24:42:35). Drei Wochen nach seinem dritten Sieg beim "Race Across America" (RAAM) war für den 34-Jährigen nicht mehr drinnen, daher war er auch zufrieden: "Ich habe nicht verloren, sondern ein gutes Rennen mit einem guten Ergebnis geliefert." Fasching hatte von Beginn an starke Rückenschmerzen, ans Aufgeben dachte er aber nicht. Er wird nun einige Zeit regenerieren. "Ich bin in zwei Monaten mehr Kilometer geradelt, als manche in einem Jahr mit dem Auto fahren", so Fasching.
Ergebnis 2. "Race across the Alps"
1. Paul Lindner (AUT) 22:57:25 Stunden
2. Marco Baloh (SLO) 23:49:53 Stunden
3. Juri Robic (AUT) 23:59:33 Stunden
4. Marcel Knaus (LIE) 24:11,08 Stunden
5. Franz Venier (AUT) 24:25:43 Stunden
6. Wolfgang Fasching (AUT) 24:42:35 Stunden
