Tscheche Adam Homolka gewinnt Uniqa-Classic
- Bernhard Kohl als bester Österreicher Siebenter

Das Uniqa-Classic entwickelte sich am Samstag zum Sekunden-Krimi, denn Gesamtsieger Adam Homolka aus Tschechien gewann mit zwei Sekunden Vorsprung (richtig) auf Christian Wegmann. Der Deutsche, der am Vortag das Leader-Trikot erobert hatte, lag seinerseits eine Sekunde vor dem Drittplatzierten Italiener Devis Miorin. Bernhard Kohl belegte als bester Österreicher den siebenten Rang.
Den Tagessieg auf der vierten und letzten Etappe von Gresten nach Großraming (131 km) holte sich der Australier Cadel Evans vor dem Polen Severyn Kohut und dem Salzburger Hans Peter Obwaller. Evans lag am Ende dank der Zeitgutschrift für den Etappensieg vier Sekunden vor Kohl, der noch dazu wegen eines unerlaubten Radwechsels eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte.
Kurz nach dem Start hatte sich eine Sechs Mann-Gruppe vom Feld abgesetzt, am Grubberg aber lösten sich Kohut und Obwaller von ihren Fluchtgefährten und fuhren in der Folge einen Vorsprung bis zu fünfeinhalb Minuten heraus. Damit gehörte dem Polen theoretisch auch das Gelbe Trikot. Bis zum ersten Anstieg auf die Kreuzberger Höhe nach 117 Kilometern schmolz der Vorsprung aber auf 30 Sekunden. Beim zweiten Anstieg setzte sich Cadel Evans aus dem Feld ab und holte rund 1.000 Meter vor dem Ziel die beiden Führenden ein, der Österreich-Rundfahrtsieger von 2001 war nicht mehr zu halten und holte sich vor Kohut und Obwaller auch den Etappensieg.
Den Sprint des Feldes sicherte sich der Schweizer Marcus Zberg, spannend aber war es dahinter. Adam Homolka, der als Dritter in die Schlussetappe gegangen war, distanzierte Miorin und Wegmann und fixierte damit den Gesamtsieg. "Das war ein Erfolg der gesamten Mannschaft", freute sich der für das heimische Bikedrive-Team fahrende 23-Jährige Tscheche.
Für den jungen Österreicher Bernhard Kohl blieb nach einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe Platz sieben in der Gesamtwertung. Rund drei Kilometer vor der Kreuzberger Höhe hatte der 20-Jährige Wolkersdorfer Hinterrad-Defekt und sein unerlaubter Radwechsel mit seinem Freund Stefan Rucker (Union Elk Haus) wurde mit einer Zeitstrafe geahndet. "Ich habe mir gedacht, es wird nur eine Geldstrafe geben. Aber ein sechster Platz in diesem starken Feld ist ein guter Erfolg", war der Nationalteam-Fahrer am Ende dennoch zufrieden.
Endstand Uniqa Classic
1. Adam Homolka (CZE) 16:04:45 Stunden
2. Christian Wegmann (GER) + 0:02 Sekunden
3. Devis Miorin (ITA) + 0:03
4. Tom Stremersch (BEL) + 0:05
5. Pierrick Fedrigo (FRA) + 0:17
6. Cadel Evans (AUS) + 2:04 Minuten
7. Bernhard Kohl (AUT) + 2:08
8. Severyn Kohut (POL) + 2:21
9. Martin Fischerlehner (AUT) + 3:02
10. Harald Morscher (AUT) + 3:02
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20. Martin Moser (AUT) + 3:12
27. Markus Wimmer (AUT) + 3:49
