Bush will Buchhalter mit neuer Behörde überwachen
- Maßnahme wegen Bilanzaffären in US-Firmen
- Schärfere Strafen verlangt

US-Präsident George Bush hat sich wegen der sich häufenden Bilanzaffären bei US-Firmen am Samstag für die Schaffung einer Behörde zur Überwachung von Buchhaltern ausgesprochen. "Ich unterstütze die Schaffung einer starken und unabhängigen Behörde, die für eine effektive Aufsicht von Buchhaltern sorgen wird", sagte Bush in seiner wöchentlichen Radioansprache.
Die Behörde solle durch Überwachung und Untersuchungen einen hohen moralischen Standard erzwingen und einzelne Straftäter bestrafen. Bush forderte den Kongress dazu auf, noch vor der Sommerpause im August auf seine Pläne zu reagieren.
Bush hatte bereits am Dienstag an der Wall Street deutlich schärfere Strafen für Bilanzfälschung verlangt, nachdem in den vergangenen Monaten eine Reihe von Bilanzaffären in den USA die Aktienbörsen weltweit auf Talfahrt geschickt hatten.
"Was unsere Wirtschaft vielleicht derzeit am dringendsten benötigt, ist die Wiederherstellung von Vertrauen in die Integrität amerikanischer Geschäftsführer", sagte Bush in seiner Ansprache. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Nachrichtensenders CNN sagten 72 Prozent der Befragten, sie hielten die jüngsten Affären nicht für Einzelfälle. Vielmehr könnten sie ein Indiz dafür sein, dass Täuschungen bei einer großen Anzahl von Firmen stattfinde.
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