Freitag, 12. Juli 2002

Wer arbeitet am Wochenende? Meistens sind´s Frauen

  • EU-Amt für Statistik präsentierte Vergleichs-Zahlen
  • 20 bis 25% der Werktätigen arbeiten am Samstag

Wochenendarbeit ist in der EU mehrheitlich weiblich: 25% aller berufstätigen Frauen hat keinen freien Samstag. Bei den Männern sind aber nur 20%. Am Sonntag sieht´s ähnlich aus: Am "Tag des Herren" müssen 10,7% der Frauen und 9,9% der Männer regelmäßig jobben. Weekend-Jobber arbeiten meistens im Gastgewerbe!

Für Österreich weist die Statistik entgegen dem Trend mehr männliche Sonntagsarbeiter (12,1%) auf als weibliche (10,8%) aus. Bei der regelmäßigen Samstagsarbeit (Männer 20,2%, Frauen 26,1%) liegt Österreich im EU-Schnitt.

EU-Vergleich im Detail
Unregelmäßige Wochenendarbeit leisteten 25,2% der männlichen und 16,8% der weiblichen Beschäftigten.

Gelegentliche Sonntagsarbeit leisteten 16,6% der männlichen und 11,8% der weiblichen Beschäftigten.

Weekend-Jobber arbeiten meist im Gastgewerbe!
Über die Hälfte der Frauen und mehr als zwei Drittel der Männer, die in diesem Wirtschaftszweig in der EU tätig sind, jobbten im Jahr 2000 regelmäßig am Samstag.

Regelmäßige Samstagarbeit ist auch in folgenden Branchen normal:
+ Handel (jede 2. Frau, ein Drittel der Männer),
+ im Gesundheitswesen (ca. 30% der Beschäftigten beiderlei Geschlechts),
+ in der Landwirtschaft (ca. 30% der Beschäftigten beiderlei Geschlechts)
+ im Verkehr (ca. 30% der Beschäftigten beiderlei Geschlechts)
+ im Erziehungswesen. Allerdings beschränkt auf Länder, in denen der Samstag ein Schultag ist.

Die Sonntagsarbeit
Auch hier führt das Gastgewerbe: 60% der weiblichen und über 70% der männlichen Beschäftigten arbeiteten an diesem Tag zumindest gelegentlich.

An 2. Stelle lag mit einem Anteil von 50% der weiblichen und männlichen Beschäftigten das Gesundheitswesen.

In den übrigen Wirtschaftszweige waren sehr viel niedrigere Prozentsätze zu verzeichnen.

Der Anteil der Sonntagsarbeit ist EU-weit seit 1992 gestiegen, von damals 8,8 Prozent für Männer und Frauen. Der Anteil der Samstagsarbeit blieb hingegen gleich.

12.7.2002 16:52