Acht Tote bei Unwettern in Deutschland
- Besonders Berlin und Umgebung schwer betroffen
- Zwei Kinder Sterben in einem Zeltlager
Schwere Unwetter haben in dieser Nacht in Deutschland gewütet. Besonders Brandenburg und Berlin litten unter den Stürmen und Gewittern. Achte Tote sind zu beklagen. Bei Seelow in Brandenburg wurde eine 25 Jahre alte Autofahrerin von einem umgestürzten Baum getötet. Wie die Polizei in Frankfurt (Oder) Donnerstag früh weiter mitteilte, wurde in Bugk bei Storkow ein 45 Jahre alter Mann von einem Ast tödlich verletzt. In Potsdam wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In einem Kinderzeltlager wurden zwei Buben von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Ein 18 Jahre alter Jugendlicher starb in Mühlenbeck bei Berlin unter einem eingestürzten Laubendach. Auf der Berliner Havel-Insel Schwanenwerder waren zwei Kinder getötet und 13 Personen verletzt worden. Sie waren hier in einem Zeltlager. In Berlin-Pankow wurde ein Mann von einem Ast erschlagen. In Berlin-Reinickendorf wurde ein Mann tot unter einem Baum gefunden. Das Unwetter behinderte Flug-, Schienen- und Straßenverkehr. Die Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus.
Orkan-Stürme in Berlin und Umland
In Berlin und dem Umland herrschten orkanartige Stürme. Der Verkehr in der Hauptstadt kam teilweise zum Erliegen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Bundesgrenzschutz (BGS) und Technisches Hilfswerk (THW) unterstützten die Einsatzkräfte mit Fahrzeugen und Personal. Insgesamt fast 250 Einsatzfahrzeuge waren mit den Hilfsarbeiten beschäftigt. Mehr als 1000 Anrufe gingen bei den Einsatzzentralen ein, meist wegen umgestürzter Bäume.
Zwei Buben sterben durch umstürzenden Baum
Auf Schwanenwerder erschwerten umgestürzte Bäume die Rettungsarbeiten: Die Insel war zunächst nur über den Wasserweg zu erreichen. Die Einsatzkräfte waren noch in der Nacht damit beschäftigt, Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Zwei Buben sterben, als ein Baum auf sie stürzt. Insgesamt waren über 100 Kinder in ihren Zelten von den heftigen Winden überrascht worden. Einsatzkräfte hätten berichtet, es sehe auf der Insel aus "wie auf einem Schlachtfeld", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Jugendgruppe sei zwar auf ein Unwetter vorbereitet gewesen und hätte die Zelte abgesichert. Mit diesen orkanartigen Winden habe aber niemand gerechnet.
Der Autobahnstadtring um Berlin war für mehrere Stunden fast vollständig durch umgestürzte Bäume blockiert. Auf dem Flughafen Tegel wurde der Verkehr gegen 21 Uhr vorübergehend eingestellt. Auch der Zugsverkehr war erheblich gestört. Das Unwetter legte sich nach wenigen Stunden. Besonders betroffen war der Südosten der Stadt.
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