Acht Waldbrände in Kanada außer Kontrolle
- Hoffnung der Löschmannschaften auf Regen

Acht schwere Waldbrände in der kanadischen Provinz Quebec sind außer Kontrolle geraten. Hunderte Einsatzkräfte konnten die Flammen trotz Unterstützung mit 16 Flugzeugen und 50 Hubschraubern mit Löschtanks nicht eindämmen.
"Wir hoffen jetzt auf starke Regenfälle, die spätestens am Samstag über dem betroffenen Gebiet einsetzen müssten", sagte am Mittwoch ein Sprecher der kanadischen Umweltschutzbehörde.
Insgesamt wüten in Gebieten südöstlich der James Bay und weiteren Teilen Quebecs 42 Brände. Wälder auf einer Fläche, die etwas größer als Vorarlberg ist, sind durch die in der vergangenen Woche ausgebrochenen Feuer bereits vernichtet worden. In den extrem dünn besiedelten Gebieten sind zwei Dörfer von insgesamt 650 Cree-Indianern gefährdet. Die Orte Nemaska und Chisasibi wurden evakuiert.
Starke Winde trugen auch am Mittwoch Rauchwolken in weit von den Brandherden entfernte Städte Kanadas und der USA. Die Behörden in beiden Länder riefen die Bevölkerung in den betroffenen Gegenden im Südosten Kanadas und im Nordosten der USA auf, sich nicht unnötig im Freien aufzuhalten. Die Großstadt Montreal war in einen gelblichen Dunstschleier gehüllt. Am Wochenende waren die Rauchwolken bis nach New York vorgedrungen und hatten den Himmel über der Acht-Millionen-Stadt völlig abgedeckt.
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