Scharfe Kritik an britischem Waffen-Deal für Israel
- Außenminister Straw in der Labour Party attackiert
- "Beispiel, dass George W. Bush uns sagt, was wir zu tun haben"

Der britische Außenminister Jack Straw ist innerhalb der eigenen Labour Party scharf kritisiert worden, weil er der Lieferung von Teilen für F-16-Kampfflugzeugen zugestimmt hat. Diese Flugzeuge werden von den USA an Israel geliefert. Einzelne Komponenten kamen aber aus Großbritannien.
Straw soll sich nach Wunsch mehrerer Labour-Abgeordneter jetzt im Parlament Fragen zur britischen Waffenexport-Politik stellen. "Dies ist eine völlig unmoralische Entscheidung", sagte die Partei-Linke Alice Mahon, die den Antrag auf Ladung Straws vor das Parlament unterstützte.
Der Außenminister hatte am Dienstag in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitgeteilt, die Regierung habe der Lieferung von so genannten Head Up Display Units - Schirmen, auf denen Piloten während des Fluges beispielsweise Zielinformationen sehen - zugestimmt. Damit trage man "den neuen Realitäten" in der Rüstungsindustrie Rechnung, hatte Straw erklärt. "Verteidigungsgüter bestehen zunehmend aus Teilen, die in verschiedenen Ländern hergestellt werden. Eine Unterbrechung der Lieferungen hätte schwerwiegende Auswirkungen auf die Beziehungen der britischen Rüstungsindustrie zu den USA gehabt."
Britische "Running Dogs" für Amerika
Die Erklärung wurde bei Labour-Abgeordneten kritisiert. "Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass George W. Bush uns sagt, was wir zu tun haben", sagte Mahon. Der Labour-Abgeordnete Brian Iddon sagte: "Ich bin sehr enttäuscht. Ich glaube, unsere Politik unterstützt Israel zu sehr."
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