Atomkraftwerk Biblis A nach Leck abgeschaltet
- Einige Liter radioaktive Flüssigkeit ausgetreten
Wegen eines Lecks an einem der vier Dampferzeuger ist das Atomkraftwerk Biblis A in Hessen abgeschaltet worden. Wie die Betreibergesellschaft RWE am Montag berichtete, traten an dem Dampferzeuger mehrere Liter radioaktiver Kühlflüssigkeit aus. Es sei aber keinerlei Radioaktivität in die Umgebung ausgetreten.
Wie Kraftwerkssprecher Ernst Müller berichtete, trat das Leck an einer Dichtung auf, die zu einer Inspektionsöffnung des Dampferzeugers gehört. Vorsorglich sei die Dichtung erneuert worden. Das Kraftwerk werde derzeit für das Wiederanfahren vorbereitet. Biblis A war nach dreimonatiger Generalüberholung erst Mitte Juni wieder ans Netz gegangen.
Eine weitere Panne hat sich nach RWE-Angaben im Schwesterkraftwerk Biblis B ereignet. Dort fiel bereits in der vergangenen Woche eine Kältemaschine aus, die für die Kühlung sicherheitstechnisch wichtiger Räume notwendig ist. Nach Angaben des hessischen Umweltministeriums muss außerdem eine am 20. Juni gemeldete Panne im Atomkraftwerk Biblis nach einem TÜV-Gutachten als so genanntes Eilt-Ereignis eingestuft werden. Bei einer Routineprüfung war der Kraftwerksmannschaft aufgefallen, dass zwei neu installierte Komponenten der Stromversorgung des Notfallsystems falsch verdrahtet waren.
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